Dienstag, 5. April 2011

Tunika (burda 07-2008-123)

Die Schnittmusterhefte sind geradezu überschwemmt mit Tunika-Schnitten, ein Typ von Modell, mit dem ich mich bisher nicht so recht anfreunden konnte. Viele sind formlos bis sackartig oder vom Schnitt so, dass ich sie für eine Zwanzigjährige passend finden könnte, aber nicht für mich.
Ich sehe zumindest eine Ausnahme: Modell 123 aus dem burda-Juliheft von 2008. Hier die technische Zeichnung:
Mein Stoff ist eine schwarzgrundige, mit einem rot-ockerfarbenen Bordürenmuster bedruckte  Baumwolle, als Restcoupon beim Stoffhaus am Kö in Kassel vor ein paar Wochen ergattert. Laut Aufdruck an der Webkante ein Batikdruck:

Vorgenommene Änderungen:
  • Ich habe die Falte im VT als Kellerfalte gearbeitet - hat mir viel besser gefallen und würde ich jederzeit empfehlen.
  • Ich habe den Besatz so zugeschnitten, dass sich das Bordürenmuster sinnvoll einsetzen ließ und habe ihn dann außen aufgesteppt.
  • An den Ärmelabschlüssen habe ich ein 4 cm breites Bündchen gearbeitet - hat mir persönlich einfach besser gefallen.
Ärmelbündchen

Und das ist das fertige Modell:


Erstmals getragen vor ein paar Tagen bei der Aktion Me Made Mittwoch: Link.

Diesen Schnitt gibt es im burda-Heft auch in lang als Kleid: gefällt mir ebenfalls recht gut und ich habe sogar einen geeigneten Stoff in meinem Vorrat...





Sonntag, 3. April 2011

Neues Leben für alte Kleider - Teil 3

Für meinen dritten Beitrag zu Lucys Aktion habe ich einen schlichten schwarzen Cardigan zu einer Weste umgearbeitet.



Ich habe die Ärmel abgeschnitten, das Saumbündchen entfernt und die Knöpfe durch einen Bändchen-Verschluss ersetzt. Aus den abgeschnittenen Ärmeln habe ich einen Schalkragen zugeschnitten, mit einem Rest Wollgespinst aufgepeppt und an den V-Ausschnitt angesetzt. Zusätzlich habe ich das Wollgespinst mit Stabperlen und Rocailles bestickt.



Im Detail:

An den Armausschnitten hatte ich soviel Stoff, dass ich einfach ca. 1cm nach links einschlagen und mit der Zwillingsnadel absteppen konnte. Auf das Saumbündchen wollte ich ganz verzichten, habe also nur eine Zugabe von 3 cm stehen gelassen, die ich nach links eingeschlagen und ebenfalls mit der Zwillingsnadel festgesteppt habe. Die Knöpfe habe ich ersatzlos entfernt und an ihrer Stelle Bändchen angenäht, die einseitig durch die Knopflöcher gefädelt und dann gebunden werden.



Für den Schalkragen habe ich mir ein in Form und Größe passendes Schnittmuster gesucht. Bei Schnitt 136 aus burda 04-2010 wurde ich fündig. Den Kragen (in der hinteren Mitte mit Naht) habe ich aus den Jackenärmeln


und ein zweites Mal aus einem Rest mehrfarbigen Woll-Gespinst, der von dieser Wickeljacke aus meinem burda-Atelier übrig geblieben war, zugeschnitten, links auf links an den Kanten mit der Overlock zusammengenäht

und an den V-Ausschnitt des Cardigans gesteppt.
Ja, und dann kam mir die Idee, den Kragen mit Perlen zu besticken. Wie gut, dass ich das nötige Material von einem früheren Projekt im Haus hatte und gleich loslegen konnte.




Für das Foto habe ich einen hellblauen Rolli zur Weste kombiniert, aber für die nicht-winterliche Zeit fehlt mir noch ein passendes Darunter. Wie so oft: ein Teil genäht und den Bedarf an einem weiteren Modell kreiert.
Übrigens: Die abgeschnittenen Ärmel- und das Saumbündchen habe ich aufgehoben... Vielleicht für ein weiteres Modell nach dem Motto "Neues Leben für alte Kleider"... ?

Mittwoch, 30. März 2011

Me Made Mittwoch - Teil 3

Am Wochenende genäht und heute zum ersten Mal getragen:


Nach burda-Schnitt 123 aus Heft 07-2008 ist diese Tunika entstanden. Dazu trage ich eine Kette mit einem selbstgemachten Keramik-Anhänger:


Auf dem Foto sieht der Anhänger leicht bläulich aus, er ist aber anthrazit-schwarz.
Details zur Tunika folgen in einem weiteren Post in den nächsten Tagen.

MMM Teil 2 vom 23. März ist hier.
MMM Teil 1 vom 9. März ist hier.




Mittwoch, 23. März 2011

Me Made Mittwoch - Teil 2



Ich trage heute einen mittelgrauen Rock aus einem Krepp-artigen Woll-Mischgewebe (vom Stoffmarkt) und ein Shirt, das man auch in meinem burda-Atelier anschauen kann (Link). Dort sind auch Angaben zum Schnitt und die technische Zeichnung zu finden. Ich liebe dieses Shirt vor allem, weil die Farben unendliche Kombinationen möglich machen: es passt zu schwarz, grau, braun, beige und - zu Jeans.
Der Schnitt des Rocks ist burda 11-2008-117.
Zum Shirt passt übrigens der Loop-Schal, der in einem zurückliegenden Post gezeigt wird.

Link:
MMM Teil 1 vom 9. März ist hier.

Dienstag, 22. März 2011

UFO gesichtet

Vorwort:
Man sollte immer wieder einmal aufräumen.
Man sollte Reste nicht zu schnell wegwerfen.

Beim Aufräumen eines Schranks, in dessen Tiefen ich nicht so häufig vordringe, bin ich auf ein UFO* gestoßen, dessen Existenz mir gänzlich entfallen war. Es handelt sich um eine Jacke aus kräftig auberginefarbenem Knitterwalk, an der nur noch ein Ärmelabschluss gefehlt hat. Die Suche nach Resten des verwendeten Stoffs war erfolgreich: es war noch genug da, um zwei Ärmelaufschläge zu nähen.
Voilá:

Jacke aus Knitterwalk mit Loop-Schal, von vorn...

... und von hinten


Ich habe sogar noch das Schnittmuster gefunden, es fehlte jedoch jegliche Angabe über die Quelle; wahrscheinlich ist es hier das erste und einzige Mal vorgekommen, dass ich diese Angaben nicht auf den Schnittteilen vermerkt habe. Es handelt sich mit Sicherheit um einen Burda-Schnitt aus einem älteren Monatsheft. aber welches...? Der Kragen ist recht markant und gefällt mir ausgesprochen gut und ich denke bereits über eine Verwendung bei einem anderen Modell nach.

Nun ja, zugegeben, weder Farbe noch Material sind frühlingshaft, aber der Knitterwalk ist leicht, so dass er an kühleren Frühlingstagen getragen werden kann - und wird.

In meinen Stoffvorräten befand sich ein interessant gemusterter Jersey, der farblich perfekt zur Jacke passt. Also entstand ein weiterer Loop-Schal.

Viskose-Jersey mit Elasthan, grau-aubergine-multi-color



Loop-schal, solo

Beim Nähen des Schals habe ich erstmalig einen Kniff verwendet, den ich kürzlich im Netz gefunden habe.
Wenn man eine Wendeöffnung mit der Hand zuzunähen hat, gelingt dies leichter, wenn man zuvor am Anfang und Ende der Wendeöffnung im rechten Winkel zur Naht bis an die Schnittkante näht.  Das sieht dann so aus:

Auf diese Weise legt sich die NZG der Öffnung nach dem Wenden wie von selbst nach innen und das Zunähen geht leichter von der Hand.

Um im Bild zu bleiben:
UFO gelandet. Willkommene Begegnung der freundlichen Art.



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* UFO: Unfinished Object

Dienstag, 15. März 2011

Ausstellung zum Thema Mode und Kunst

Ich habe heute morgen im Radio einen Hinweis auf eine Ausstellung des Kunstvereins Friedberg (Hessen) gehört, den ich hier weitergeben möchte. Simona Galeckaite, Absolventin der Städelschule in Frankfurt/Main, setzt sich in ihren Arbeiten mit dem Thema "Mode und Kunst - Kunst und Mode" auseinander. Leider ist die Ausstellungsankündigung ein wenig mager und zeigt nur ein einziges Bild; die Homepage der Künstlerin macht leider auch keine Aussage über die aktuelle Ausstellung und zeigt Bilder anderer Arbeiten. Für einen wirklichen Eindruck müsste man sich also die Ausstellung ansehen - auf denn!

Mittwoch, 9. März 2011

Me Made Mittwoch - Teil 1

Ich betrete Neuland und beteilige mich an Catherines Aktion . Neu war für mich auch, mich selbst im Spiegel zu fotografieren. Sicherlich gibt es einige Tricks, um das besser hinzukriegen als ich bei meinem ersten Versuch. Nun, vielleicht finde ich für die Zukunft noch eine andere Lösung.
An meinen Arbeitstagen muss mein Outfit Fahrrad-kompatibel sein; d.h. : Hose, denn in Rock oder Kleid mag ich nicht 10km durch die Gegend fahren. Ich stelle mir immer die Beulen vor, die ich vom Sitzen auf dem Sattel in die Kleidung einpräge und dann für den Rest der Zeit gut sichtbar mit mir herumtrage. Womöglich gibt es bleibende Schäden!
Also : Hose mit Oberteil:



Heute noch etwas Winterliches: eine Walkjacke aus zwei verschiedenen Farben. Die Jacke habe ich schon ein paar Jährchen und der Burda-Schnitt (aus einem Monatsheft) ist noch älter. Ich trage die Jacke gern und ich habe dieses Modell etwas abgewandelt ein zweites Mal aus einem schwarzen und weißen Leinen genäht.