Sonntag, 30. Oktober 2022

Stoffspielereien im Oktober 2022

 Das Thema der Stoffspielereien in diesem Monat lautet: Posamente. Gabi, die das Thema ausgesucht hat und heute auf ihrem Blog die Beiträge sammelt, erklärt in ihrem Inspirations-Post, was das ist.

Als ich dort gelesen habe, dass auch gewebte Bänder unter diesem Begriff fallen, war klar, was ich ausprobieren wollte. Also kam mein Inkle Loom zum Einsatz. Ich wollte mit diesem Projekt herausfinden, ob und wie man Perlen an den Kanten eines Bands einweben kann. Im Standardwerk für die Bandweberei Inkle Pattern Directory findet sich eine Anleitung, der ich gefolgt bin.

Dafür habe ich mir ein Muster und Garn ausgesucht ...

  

... die Kette aufgezogen und ein paar Zentimeter angewebt. Die Perlen werden auf einen separaten Faden gefädelt ...


... und hängen lose rechts und links vom Band, jedoch etwas beschwert, damit der Faden gespannt wird:


Die Perlen werden vom ersten Querstab "gebremst" ...


... und immer wenn ich sie einweben wollte, habe ich jeweils drei nach unten geschoben ...



... und eingewebt, in dem ich den Schussfaden oberhalb der Perlen um den Perlenfaden geführt habe.
Ich habe verschiedene Perlen getestet:


Letztlich haben mir die etwas kleineren Rocailles ...



... besser gefallen. Bei den Farben konnte ich nicht besonders wählerisch sein - ich habe genommen, was da war. Auch das Garn war ein Test, denn ich wollte herausfinden, ob sich dieses etwas glattere, weniger stark verzwirnte Garn zum Bandweben eignet. Resultat: Optisch ganz schön, wenn man es glänzend haben möchte, aber die schwache Verzwirnung eignet sich weniger gut.

Es ist jedoch bei diesem Test geblieben; das Band bleibt ein unfertiges Musterstück, zumal ich einen Fehler beim Aufziehen der Kette gemacht habe, was dazu führt, dass das Muster nicht symmetrisch ist. Wenn ich also in Zukunft ein Projekt habe, bei dem eingewebte Perlen vorkommen sollen, weiß ich jetzt, worauf ich zu achten habe. 

Vielen Dank an Gabi für das Thema; wie so oft hat es dazu geführt, etwas auszuprobieren und dazuzulernen. Gelernt habe ich auch einiges über Posamente im allgemeinen, denn Gabi hat auf ihrem Textilportal einen Post und einen Podcast zum Thema veröffentlicht.

Wer es noch nicht weiß: Die Stoffspielereien haben inzwischen eine eigene Homepage; ein Klick und man hat alles Wissenswerte über diese Aktion im Blick.

Im November heißt unser Thema "Ornament" und wird vom Blog PeterSilie & Co betreut.

Mach' doch auch mit!



 


Mittwoch, 12. Oktober 2022

Brettchenweben - meine ersten Versuche

Mein (Geschenk-)Paket mit dem Inkle Loom (Bandwebrahmen) enthielt auch einen Satz Karten zum Brettchenweben. Es hat zwar ein paar Monate gedauert, bis ich damit angefangen habe, aber jetzt war es soweit. Anleitungen suchen, Videos schauen, Mustervorlagen entschlüsseln ... dann habe ich ein erstes Band gewebt; schmal und mit einem einfachen Muster.


Das sieht womöglich komplizierter aus als es ist, denn man dreht die Brettchen solange in eine Richtung, bis die Fäden sich zu stark eingedreht haben. Dann wechselt man die Richtung und die Spannung wird wieder gelockert. Die Stelle, an der man die Richtung gewechselt hat, ist im Muster sichtbar; auch das :


Hier zu sehen mit dem Band auf dem Rahmen.

Wer sich grundlegend informieren möchte, wie das mit dem Brettchenweben eigentlich funktioniert, dem empfehle ich dieses Video, nach dem auch ich gelernt habe. 

Für das Band oben habe ich mercerisierte Baumwolle mit einer Lauflänge von ca. 155m/50g verwendet. Beim nächsten Band habe ich dünnes Häkelgarn (Nr.10) genommen, was natürlich viel mehr Fäden braucht, um auf eine ordentliche Breite zu kommen. Hier ist das Ganze nach dem Einfädeln der Brettchen/Karten zu sehen:


Das ist ein ziemliches Durcheinander von Fäden und Karten; aber sortiert sieht das schon viel besser aus:


Dann kann es losgehen. Man dreht die Brettchen immer eine Viertelumdrehung zu sich hin oder von sich weg und schiebt dann das Schiffchen mit dem Schussgarn durch. Es wird kräftig angeschlagen. Auch hier - genauso wie beim Bandweben ohne Brettchen - ist das Schussgarn im Gewebe nicht sichtbar. Nur am Rand blitzt es ein wenig. Deshalb verwendet man die gleiche Farbe wie die Kantenfäden.

Bei meinem Muster habe ich viermal vorwärts und viermal rückwärts gedreht, um einen Rapport zu weben.


Nochmals größer:


Im Bild sieht man meine "Hilfsmittel": ein Etikett mit einem Pfeil, das ich immer nach vier Drehungen in die neue Richtung geklebt habe. Das war für mich vor allem wichtig, wenn ich die Arbeit unterbrochen habe. Erst nach einer geraumen Weile war ich in der Lage, das Muster so zu "lesen", dass ich erkennen konnte, an welcher Stelle ich war. Außerdem zu sehen: ein weißes Stück Papier unter dem Band für einen besseren Kontrast. Das macht es leichter, ordentliche Kanten zu weben.

Die Kanten sind ein Stichwort. Schöner sehen sie aus, wenn man die äußeren beiden schwarzen Fäden über eine längere Strecke in eine Richtung dreht. Auf dem ersten Foto oben zu sehen, wenn man genau hinschaut. Das kann ich also beim nächsten Band besser machen.

Dieses zweite Band ist ca. 2,5cm breit und nach dem ich alle nicht gut gelungenen und fehlerhaften Stellen herausgenommen hatte, gab der Rest noch vier Schlüsselanhänger:


Das Muster habe ich übrigens bei Pinterest gefunden; hier ist der Link dazu.


(Seufz: Die Autokorrektur macht aus Brettchen entweder Frettchen oder Bettchen ...)


Samstag, 8. Oktober 2022

12tel Blick im September 2022

 Der Teich im vorherbstlichen Abendlicht:


Ich mag das warme Leuchten.

Die Übersicht:

       

       

 

Gerade fällt mir auf, dass ich das August-Foto vergessen habe zu posten. Aber wenigstens hatte ich eins gemacht. In der Aufreihung ist es jetzt zu sehen, aber es hat halt keinen eigenen Post.

Ich verlinke mit der September-Sammlung bei Eva Fuchs.