Meike wirft in ihrem
Näh-Fragezeichen Nr. 31 folgende Frage in die Bloggerrunde:
Wie notiert ihr euch wichtige Informationen/Lernerfahrungen/Anpassungen nach dem Zuschnitt und dem Nähen, wenn ihr eure Schnitte archiviert. Auf den Schnittteilen, auf einem Extrablatt, in eurem Näh-Notizbuch, im Blog?
Meine Antwort:
Inzwischen betreibe ich die Archivierung und Beschriftung der Schnittmuster eher akribisch. Da ich fast nur nach Schnitten aus Modellheften nähe, habe ich immer ein auf Papier (Folie habe ich ausprobiert - hat mir nicht gefallen) kopiertes Schnittmuster. Das wandert in eine Klarsichthülle und diese in einen Ordner. Mit in die Hülle lege ich einen Zettel, auf dem alles Wichtige notiert ist: Quelle, Größe, Datum, alle vorgenommenen Änderungen und auch bei Bedarf Anmerkungen zu evtl. noch nötigen weiteren Änderungen, falls ich den Schnitt noch einmal verwenden sollte. Einen Schnipsel vom verwendeten Stoffe tue ich auch dazu.
Etwa einmal im Jahr miste ich meine Schnittmuster aus: Alles wird durchgesehen und der eine oder andere Schnitt wandert in die Altpapiertonne - oder in einen Sammelkarton für kleine Seidenpapierstücke. Die verwende ich dann gern für kleine Teile, auch zum kopieren von Stickmustern. Das ist sparsam und praktisch.
Auch wenn ich regelmäßig ausmiste, werden die Schnittmuster mehr und die Anzahl der Ordner nimmt zu. Dann beginne ich nach Modellart zu unterscheiden, d.h., in einem Ordner sind nur Oberteile und Kleider, im nächsten Jacken und Mäntel usw.
Nachdem ich ein paarmal nicht mehr schlau geworden bin aus meinen rudimentären Notizen zu den Schnitten, mache ich sie inzwischen eher ausführlich. Darüber hinaus führe ich Buch: Jahresweise notiere ich, was ich genäht habe. Neben den Angaben zum Schnitt, Stoff und seiner Herkunft, evtl. auch Preis und Pflege des fertigen Modells, schreibe ich auch die verwendeten Nähzutaten auf, vor allem bei Knöpfen und - das finde ich inzwischen wichtig - die Nr. des verwendeten Nähgarns. Das mache ich so, nachdem ich einmal vergeblich nach dem passenden Nähgarn gesucht habe, als ich eine gut sichtbare Steppnaht nachnähen musste.
Im Moment arbeite ich daran, jedes genähte Modell auf einem DIN A4-Blatt zu portraitieren; dann kann ich alle Werke sowohl auf dem Computer als auch als Ausdruck archivieren. Das müsste doch ein ganz schönes "Bilderbuch" geben? Und man kann bei Bedarf mal schnell etwas zeigen. Dafür habe ich begonnen, eine Vorlage aus dem Apple-Textprogramm Pages einzurichten. Sobald das fertig und vorzeigbar ist, werde ich hier darüber berichten.