Sonntag, 8. Mai 2022

12tel Blick im April 2022

 Jetzt habe ich gerade an das Foto für den Mai gedacht und festgestellt, dass das April-Bild noch gar nicht da ist!

Hier ist es nun:


Freundlich, sonnig und grün - aber da geht noch mehr - wie mir der aktuelle Blick, den ich auf die Szene geworfen habe, verrät.

Im Vergleich Januar, Februar und März:

  

(Der Klick auf den Monatsnamen führt zum Originalpost.)

Link zur 12tel Blick-Sammlung. Vielen Dank.

Donnerstag, 14. April 2022

Selbstgenähte Crossbody Bag

Ich bin keine Taschen-Näherin, aber ich versuche es immer wieder mal. Im August letzten Jahres habe ich hier eine Stofftasche vorgestellt, an der ich noch das Eine oder Andere auszusetzen hatte und letztlich war sie immer noch zu groß. Ich brauchte eine Umhängetasche, in die gerade so das Nötigste hineinpasst. Und wenn man sie dann auch noch quer umhängen kann - um so besser.

Bei der Suche bin ich an der Gatherer Crossbody Bag von noodlehead hängengeblieben. Ich fand sie nicht besonders schwierig zu nähen. Glücklicherweise hatte ich einen passenden Stoff und alle weiteren Zutaten im Haus.

Der gemusterte Außenstoff ist ein bedrucktes Leinen, das ich mal als Reststück bei Pavani gekauft hatte. Ein Stück naturfarbene Bouretteseide aus dem Bestand habe ich für die Vorderseite verwendet, auf die eine große Tasche aufgesetzt ist. Sie wird in den Seitennähten mitgefasst. Die Rückseite besteht aus dem bedruckten Leinen:


Die Paspeln (selbst gemacht aus naturfarbenem Feinleinen), die das Original-Modell vorsieht, habe ich genau so übernommen: am oberen Rand der Außentasche und an der Klappe.

Änderungen habe ich beim Innenleben vorgenommen. Da die Tasche unter der Klappe offen ist, gibt es nicht nur eine Einstecktasche sondern zwei Reißverschlusstaschen für ein sicheres Verstauen von wichtigen Dingen:


Wie so häufig (oder besser immer) ist das Futter in Taschen irgendwie zu groß. Jetzt habe ich kürzlich in einem Video gesehen, dass dort das Futter in Breite und Länge etwas kleiner zugeschnitten wird. Also scheint das doch kein Nähfehler von mir zu sein sondern ein bekanntes Phänomen. Kennt ihr das auch? Bei mir scheint das Zuviel an Futter aber immer mehr zu sein, als ich mir erklären kann: Der Umfang der Tasche innen ist kleiner als außen ...

Eine weitere Änderung gibt es beim Verschluss an der Klappe. Da ich mit "Bordmitteln" auskommen wollte, habe ich eine Metallschließe verwendet, durch den man einen Stoffstreifen durchstecken und festziehen kann. Der Streifen sitzt unten in der Bodennaht. Ob das womöglich etwas fummelig im Gebrauch ist, wird sich noch herausstellen. Ich hoffe nur, dass die Tasche zu bleibt.


Zum Umhängen habe ich einfach einen schmalen Streifen genäht, dessen Breite (1,5cm) von der Öse der Karabiner bestimmt wurde. Wie gesagt: Bordmittel.


Benutzt habe ich die Tasche noch nicht, bin aber recht zufrieden mit dem Ergebnis. Nähtechnisch und optisch bin ich sehr zufrieden und die Größe von 23cm x 25cm scheint gut getroffen zu sein. Wenn sich das alles im Gebrauch bestätigt, gibt es bald eine weitere Tasche in einer anderen Farbe.




Dienstag, 5. April 2022

12tel Blick im März 2022

 Das dritte Foto vom März im Rahmen vom 12tel Blick zeigt eigentlich gar nicht so viele Veränderungen zum Vormonat. Wir hatten ja eine Zeitlang frühlingshaftes Wetter und an einem dieser Tage habe ich meine Aufnahme gemacht. Ein schöner blauer Himmel und strahlender Sonnenschein - aber noch kein erkennbares Grün an den Bäumen:


Im Vergleich Januar und Februar:

  

(Der Klick auf den Monatsnamen führt zum Originalpost.)

Jetzt kann ich schon langsam an das Foto für den April denken ... und bin gespannt, wie mein Motiv dann aussehen wird.
Verlinkung bei Eva Fuchsens "Sammelstelle" für die 12tel Blicke. Danke.

Freitag, 4. März 2022

Wie soll ich das quilten? - Rat gesucht.

Edit:

Vielen Dank an alle, die mir ihre Ideen und Vorschläge mitgeteilt haben. Ich habe jetzt einen Plan und beginne mit dem Quilting.

 Ich habe das Top für einen Wandquilt fertig.


Hier habe ich die Vorlage gefunden und hier die Anleitung.

Nun frage ich mich, wie ich quilten soll. Parallel zu den horizontalen Nähten?  Nur punktuell? Oder ganz anders?

Jeder Rat ist willkommen. Vielen dank im Voraus an alle, die sich die Mühe machen, über meine Fragen nachzudenken und zu kommentieren.

Dienstag, 1. März 2022

12tel Blick im Februar 2022

 Ab dem zweiten Foto nimmt es schon ein wenig Formen an:


Ich hatte einen Tag erwischt mit vormittäglicher Sonne und dünner Eisschicht auf dem linken Bereich des Teichs.

Die bisher kleine Serie:

 


Was der 12tel Blick eigentlich ist? - Bitte hier nachlesen. Und die Februar-Bilder werden hier gesammelt. Danke schön Eva.


Sonntag, 27. Februar 2022

Stoffspielereien im Februar 2022

 Das Thema der Stoffspielereien im Februar lautet: Typographie. Also, "irgendwas mit Buchstaben". Ich hoffe, Karen, die heute die Arbeiten auf ihrem Blog sammelt, verzeiht mir diese flapsige Definition.


Auf der Suche nach Inspiration bin ich bei einer Bildersammlung im Netz an einer etwas versteckten Buchstabenkombination hängengeblieben, die sich in Patchwork- und Applikationstechnik umsetzen ließ.

Ein größeres Bündel Kona-Cotton, das ich mir kürzlich zugelegt hatte, hat mir die Stoff- und Farbwahl leicht gemacht. Oben sieht man meine "Schnittmuster" und die verwendeten Stoffe. Und so sieht das fertige Werk aus:


Welche versteckte Buchstabenkombination ist das wohl?

Und so habe ich genäht: Der Hintergrund ist ein Quadrat mit diagonalen Verbindungsnähten; zwei Dreiecke aus dunkelgrauem und ein Dreieck aus violettem Stoff. Darauf appliziert befindet sich ein Kreis, der aus zwei Teilen besteht, hellgrau und gelb. Die Verbindungsnähte dieser Teile treffen genau auf die Nähte im Hintergrundstoff.

Klassisch applizieren wollte ich nicht; also nicht so wie bei meinem Stoffbild, das zum Thema "Pop Art" im März letzten Jahres entstanden ist. Hier habe ich die Stoffkanten untergeschlagen und mit möglichst unsichtbaren Handstichen angenäht. Und da treffe ich auf eine noch frühere Arbeit zum Thema "Mola" (Nadelbrief-Aktion im Jahr 2019).

Damit mir nichts verrutscht, habe ich den Kreis mit Vliesofix aufgebügelt und das Klebevlies 1cm kleiner zugeschnitten. Diesen offenen Rand habe ich dann in ca. 5mm Breite untergeschlagen.


Die Kante des inneren Kreises musste ich ein wenig einschneiden, damit ich den Stoff sauber nach innen legen konnte.


Auf dem Bild oben sieht man, dass ich mein Werk auch gleich gerahmt habe - Rahmen hatte ich da. Und nun gesellt sich dieses Bild zu dem anderen, ähnlichen:


Und da ich gerade am Einrahmen war und glücklicherweise kürzlich beim Aufräumen die Miniaturen wiedergefunden habe (sie waren wohl zu gut verwahrt), die bei den Stoffspielereien im September 2019 entstanden sind, haben diese auch einen Platz in einem Rahmen bekommen:


Der Rahmen hat sich zu den anderen beiden gesellt, so dass das Ensemble momentan so aussieht:


Ob das so bleiben wird, weiß ich noch nicht, zumal ich noch mehr habe, das ich ebenso rahmen will. Variabel ist das Ganze ja, denn die Rahmen lehnen nur an der Wand.

Und nun noch die Auflösung des Rätsels. Die dargestellten Buchstaben sind ein K und ein O, die sich zu OK verbinden.

Jetzt verweise ich noch auf die komplette Sammlung der heutigen Stoffspielereien bei Karen - reinschauen lohnt sich. Wie immer gibt es zahlreiche kreative Ideen zu bewundern. Außerdem verlinke ich noch die Stoffspielereien-Homepage, wo alles Wissenswerte über diese Aktion zusammengefasst ist.


Dienstag, 15. Februar 2022

Bandweben mit dem Inkle Loom

 

Was sind das für komische Fäden? - Das sind Fäden, die zum Weben von Bändern auf einem Bandwebgerät - einem Inkle Loom, aufgezogen sind.

Der Inkle Loom lag unter dem Weihnachtsbaum und war eine echte Überraschung.


So sieht das Gerät aus. Beim Aufziehen der Kette führt man die Fäden auf einem bestimmten Weg über die Pflöcke und erhält dabei einen geschlossenen Kreis. Ein Pflock ist beweglich (der mit der Schraube); mit ihm kann man die Spannung regulieren. Man arbeitet mit verschiedenfarbigen Fäden, um ein Muster weben zu können. D. h., man plant zunächst das Muster und die Abfolge der farblichen Fäden und muss an dieser Stelle fehlerfrei arbeiten, damit das gewünschte Muster entstehen kann. Sind alle Fäden aufgezogen, verknotet man das Fadenende mit dem Anfang und schließt damit den Kreis.

Auf dem Foto sieht man in der Tüte das Schiffchen, auf das der Schussfaden gewickelt wird und mit dem auch angeschlagen wird. Am fertigen Band sieht man den Schussfaden später nicht, nur andeutungsweise an den Kanten. Auch hier gilt wie beim Weben am Rahmen, dass der Schussfaden einmal über und einmal unter dem Kettfaden liegen muss. Dafür muss man zwei Fächer - so der Fachbegriff - bilden können. Das möchte ich hier nicht im Einzelnen erklären, sondern auf eine Anleitung verweisen, die das sehr schön zeigt.

Für meine ersten Bänder habe ich vorhandene Garne verwendet und konnte dabei lernen, was sich gut und was sich weniger gut eignet.


Hierfür habe ich das gleiche dünne Baumwollgarn verwendet wie für meine handgewebten Küchenhandtücher (hier und hier). Sehr naheliegend ist die Idee, für diese Tücher in Zukunft die Aufhänger auf dem Inkle Loom zu weben.
Und schließlich das Band, aus dem ich neben einem Schlüsselanhänger auch den Gürtel gefertigt habe, den man bei der Präsentation meiner Jeansbluse auf einem der Fotos sehen konnte: hier.



Und das Schlüsselband:


Was man mit den Bändern alles machen kann? - Das zum Beispiel:


Diese Idee gefällt mir besonders, denn solch ein Band kann man mehrfach verwenden und es wirkt auf einem einfachen Papier am besten. Das ist sparsam und nachhaltig und die besondere Verpackung gehört schon zum Geschenk.

Für dieses Band habe ich schließlich gezielt Garn (dünne mercerisierte Baumwolle, ähnlich einem Perlgarn) gekauft ...


... und mehr zufällig die Farben für das obige Band ausgewählt. Aber Zufall oder nicht - ein Frühlingsgruß ist es auf jeden Fall.

Im Moment ruht das Bandwebgerät jedoch, da ich gerade eine Arbeit auf dem Webrahmen habe, eine Hose nähe und ein Patchworkprojekt plane .... vielmehr Hobbytätigkeit gleichzeitig geht kaum.


Mittwoch, 2. Februar 2022

Me Made Mittwoch im Februar 2022: Jeansbluse

Mein Kleiderschrank ist im Moment eigentlich ganz gut bestückt. Ich suche nun nach den echten Lücken, die ich füllen kann. Kürzlich war das eine Weste, jetzt ist es eine Jeansbluse:


Der Schnitt ist wieder die Ottobre-Bluse aus Heft 5/2012, die ich schon ein paarmal genäht habe (siehe Liste meiner Schnittbesprechungen). Der Stoff ist ein leichter  und weicher Jeansdenim von Pavani - damit hatte ich eine gute Wahl getroffen.

Damit die Bluse nicht ganz und gar schlicht ausfällt, habe ich Biesen an den Vorderteilen, am Rücken und an den Manschetten genäht.



Das war eine Übung in exaktem Nähen! Kleinste Abweichungen sind sichtbar - meines Erachtens zumindest. Und es sind auch ein paar da, aber damit kann ich leben.

Da ich mir nicht sicher war, ob es mir gelingen würde, an den Ärmelmanschetten genau zwischen zwei Biesen ein Knopfloch zu sticken, habe ich an einem Ende ein glattes Stück angesetzt. Die Optik gefällt mir.


Bei der Wahl der Knöpfe habe ich nach Exemplaren gegriffen, die ich mal in der Knopfschatulle meiner Mutter gefunden hatte. Sie gefallen mir hier ganz gut.

Ist jemandem der Gürtel aufgefallen? Er ist auch me made - mehr dazu demnächst.

Zu guter Letzt noch der Link zur Me Made Mittwoch-Seite.

Montag, 31. Januar 2022

12tel Blick im Januar 2022

Der 12tel Blick ist eine Fotoaktion, bei der man 12 mal im Jahr - jeden Monat einmal - ein Foto von einem bestimmten Standpunkt aus macht. Gern wird ein Naturmotiv genommen, aber auch eine Innenaufnahme ist denkbar, oder, oder, oder. Das sind auch schon alle Regeln, denn niemand soll sich eingeengt fühlen; das Vorhaben soll Freude bereiten und wenn es die Sinne fokussiert auf einen Ort und seinen Wandel im Laufe eines Jahres, uns Details sehen lässt, die normalerweise nicht wahrgenommen würden, ist die Idee getroffen.

Diese Aktion gibt es inzwischen schon einige Jahre und in dieser Zeit haben auch die Gastgeber, die die Fotos auf ihren Blogs sammeln, einmal gewechselt. Jetzt liegt die Federführung in der Hand von Eva Fuchs. Hier kann man sich einen Eindruck verschaffen, was im letzten Jahr fotografiert worden ist und wie reizvoll ein solcher zwölfmaliger Blick auf ein und denselben Ort sein kann.

In den letzten Jahren habe ich immer mal zugeschaut und zum Jahresende hin ist bei mir der Plan gereift, mich zu beteiligen. Das ist schon der erste spannende Moment: die Suche nach einem Motiv. Es muss ja nichts Spektakuläres sein, nein, vielleicht hat gerade das ganz Schlichte einen Reiz, den man nie geahnt hätte.

Ich bin ganz in der Nähe geblieben und habe mir mein Motiv im Park meiner Heimatgemeinde gesucht.


Ein wenig Schnee konnte ich einfangen; das macht den Winter erkennbar.

Jetzt bin ich sehr gespannt, wie es im Februar und danach weiter gehen wird.

Eva, vielen Dank für deine Mühe als Gastgeberin und Sammlerin der Fotos! 

Link zur Januar-Sammlung. Gerade sehe ich, dass bereits rund 70 Mitmacherinnen und Mitmacher ihre Januar-Blicke verlinkt haben. Toll!

Sonntag, 30. Januar 2022

Stoffspielereien im Januar 2022

Das Thema der ersten Stoffspielereien im neuen Jahr 2022 lautet "Linie", vorgeschlagen von Ute. Auf ihrem Blog 123-nadelei sammelt sie heute die eingehenden Beiträge.

Bei diesem Thema hat man viele, viele Möglichkeiten der Umsetzung. Da ich schon länger einmal Fäden mit der Maschine auf Stoff nähen wollte, habe ich mich zunächst kundig gemacht, welche Nähfüßchen man dafür verwenden kann. Es gibt einen Kordelfuß, mit dem man dickere Fäden - Kordeln - aufnähen kann. Ich wolle jedoch dünnere verwenden und dachte dabei an meine selbstgefärbten Garne. Dafür gibt es tatsächlich ein geeignetes Füßchen und das sieht so aus:




Ich musste es natürlich erst kaufen; so etwas hat man in der Regel nicht im Repertoire. Schön finde ich, dass man mehrere Möglichkeiten hat: ein bis vier Fäden kann man verwenden und unterschiedliche Abstände der Fäden zu einander sind möglich. 

Zunächst habe ich ausprobiert und ein wenig experimentiert, auch mit den Stichen der Nähmaschine:


 


Dann habe ich entschieden, eine Spirale zu nähen. Da mir klar war, dass ich das nicht ganz gleichmäßig hinbekommen würde, habe ich das Unregelmäßige zum Prinzip erklärt:


Nun wollte ich diesen Stoff auch zu etwas verarbeiten und kam auf die Idee, ein Kreistäschchen zu nähen. Das habe ich noch nie gemacht - also eine schöne Gelegenheit für eine Premiere.

Oh, das war fummelig! Vor allem auch, weil ich mich mit 3cm für einen sehr schmalen Mittelstreifen entschieden hatte. Nun, ich habe es schließlich hinbekommen und wenn ich das nicht besonders gelungene Innenfutter ignoriere, bin ich zufrieden. Fehlt noch eine geeignete Verwendung.


Schon nach einer schnellen Sichtung anderer Beiträge von heutigen Tag, sehe ich Ähnliches bzw. bemerke Verweise auf ähnliche Arbeiten aus der Vergangenheit, die ich zwar gesehen aber wieder vergessen haben muss. Da werde ich nochmals reinschauen und mich für weitere Arbeiten inspirieren lassen. Danke an alle, die ihre Werke gepostet haben.

Übrigens: Seit kurzem haben die Stoffspielereien eine eigene Homepage. Dort kann man auch nachlesen, was es damit auf sich hat und findet eine Liste der nächsten Termine und Themen. Danke, Gabi für die Idee und ihre Umsetzung.



Dienstag, 18. Januar 2022

Pflanzengefärbte Garne 2021

 Kürzlich bin ich endlich dazu gekommen, meine pflanzengefärbten Garne aus dem letzten Jahr zu fotografieren.


Über weite Strecken des Herbstes waren entweder die Lichtverhältnisse zu schlecht oder ich hatte keine Lust, alles herauszukramen und wieder wegzuräumen. Aber egal - hier sind 20 Stränge:


Ich habe immer das gleiche Garn verwendet: eine Wolle-Seide-Mischung im Verhältnis 80/20, Lauflänge 400m/100g. Ja, ich habe immer nur einen Strang pro Farbe bzw. Farbbad. Das könnte die Verarbeitung schwieriger gestalten als es sein muss, aber nun ist es mal so. Mir schwebt ein Handgewebe vor; aber wie das genau aussehen wird, ist noch nicht klar. Außerdem würde ich gern noch ein paar Färbungen mit Indigo, Krapp, Cochinelle und Sandelholz machen. Diese Färbedrogen sind ja jahreszeitenunabhängig zu verwenden; sie warten im Kellerregal auf mich.

Insgesamt werde ich dann viel mehr haben, als ich für ein Projekt benötigen werde, aber es wird mir schon etwas einfallen. Und ich habe in der Vergangenheit ja auch schon Garne weitergegeben.

Wer nun wissen möchte, was das auf dem Foto alles ist, here we go:

Obere Reihe von links nach rechts:

  • Amaranth Hopi Red Dye, solar
  • Amaranth Hopi Red Dye, Flotte
  • Coreopsis tinctoria, solar
  • Coreopsis tinctoria, Flotte
  • Krapp, solar
  • Krapp, solar
  • Färberwaid, Flotte
  • Coreopsis tinctoria, Flotte
  • Coreopsis tinctoria, Flotte
Untere Reihe von inks nach rechts:
  • Holunderblüten, solar
  • Frauenmantel, solar
  • Färberkamille, Flotte
  • Tagetesblüten, Flotte
  • Traubenhyazinthenblüten, Flotte
  • Mahoniabeeren, solar
  • Färberkamille und rote Zwiebelschalen, solar
  • Blutbuchenblätter, solar, erste Befüllung
  • Blutbuchenblätter, solar, zweite Befüllung
  • Purpurpflaumenblätter, solar


Sonntag, 9. Januar 2022

Drei Links im Januar

Ich habe drei Links, die ich an euch weitergeben möchte.


Der erste führt zu einem Weltspiegel-Beitrag, der auch auf der Tagesschau.de-Seite nachgelesen werden kann:

https://www.tagesschau.de/ausland/europa/roubaix-textilindustrie-101.html


Der zweite ist ein Ausstellungstipp. Nach Paris werden wir wohl alle so schnell nicht kommen, aber wir können auf dem Bildschirm hinreisen:

https://maisonparisienne.fr/en/exposition/simone-pheulpin-time-bender/

Arte hatte darüber berichtet:

https://www.arte.tv/de/videos/107302-000-A/kunst-stoff-skulpturen-von-simone-pheulpin/


Der dritte führt zu einem You Tube-Video, das ihr womöglich kennt, aber für alle, die es nicht kennen:

https://www.youtube.com/watch?v=okuRJIhoSKk


Freitag, 7. Januar 2022

Shirt aus burdastyle 08/2021 Modell 115 - Kragen-Tutorial

Vor ein paar Tagen habe ich beim Me Made Mittwoch ein Burda-Shirt mit einem besonderen Kragen gezeigt, dessen Verarbeitung vielleicht nicht ganz einfach ist. Ich musste mir die entsprechende Stelle in der Anleitung auch erst ein paarmal durchlesen und einen längeren Satz in zwei Teile aufteilen um zu verstehen.

So sieht der fertige Kragen am Shirt aus:


Und so sehen die Schnitteile aus:

In der folgenden Anleitung heißt Teil 22 bei mir "das kleine Vorderteil" und Teil 21A "das große Vorderteil (VT)". Ich finde, mit diesen Bezeichnungen ist klarer, welches Teil gemeint ist. 

Alle Markierungen vom Schnitt auf den zugeschnittenen Stoff übertragen, auch den Umbruch am Kragen. Beachten, dass die VTe bei einfacher Stofflage zugeschnitten werden und dabei die Seiten (rechts, links) beachten.

Ich beginne mein Tutorial ab Punkt 2 in der Burda-Anleitung:

  • am großen VT die Abnäherlinien re auf re übereinander legen; stecken damit nichts verrutscht; noch nicht nähen
  • am kleinen VT steckt bei Nahtzahl 2 die rote Stecknadel

  • am großen VT steckt die unterste Nadel an der Abnäherspitze (ebenfalls NZ 2, rote Nadel)

  • am kleinen VT bleibt der Besatz gefaltet, am großen wird er wieder aufgeklappt
  • jetzt den gefalteten Abnäher so auf das kleine VT legen, dass die beiden Nahtzahlen 2 übereinander liegen
  • das große VT steht am Abnäher über
  • beachten, dass die Nahtlinien von Abnäher und kleinem VT übereinander liegen - deshalb steht die NZG vom kleinen VT über
  • stecken oder heften und auf der Abnäher-Nahtlinie zusammennähen
  • den Kragen (Teil 24) an das Rückenteil nähen und die NZG in den Kragen bügeln - wichtig, damit beim Zusammennähen (die nächsten beiden Schritte) die NZG auf der richtigen Seite liegen
  • das VT mit der re Seite nach oben auf den Tisch legen und die Besätze am Ausschnitt nach außen legen
  • das Rückenteil mit dem Kragen re auf re darauf legen
  • Schulter- und Kragenkanten bündig aufeinander legen
  • an der rechten Seite des Shirts trifft die Kragenansatznaht am Rückenteil genau auf die Abnähernaht am VT (rote Nadel) und die Markierungen für den Kragen-Umbruch vorn und hinten (rote Nadel) treffen aufeinander - heften bzw. stecken und nähen

  • an der linken Seite des Shirts ebenso verfahren: Die Markierungen für den Kragen-Umbruch treffen aufeinander (grüne Nadel) und die Kragenansatznaht trifft auf die Markierung am (kleinen) VT (grüne Nadel) - heften bzw. stecken und nähen

  • die Zugaben gut zurückschneiden - damit sich die Rundung besser legt - und versäubern
  • den Kragen an den Umbruchlinien nach innen legen und den Kragen hinten über der Ansatznaht feststecken (und hier habe ich geheftet, damit die folgende Naht gut gelingt) und von außen in der Nahtrille festnähen
Der Abnäher des Shirts dient also nur dazu, das kleine Vorderteil mit dem großen zu verbinden. Der Kragen fällt locker ein wenig nach vorn und unten und erinnert an einen Wasserfallkragen.
Damit dieser Effekt gut 'rauskommt, empfiehlt es sich einen mittelschweren Jersey zu verwenden und nicht an der Qualität zu sparen.

Ich bin mit meinen drei Versionen sehr zufrieden, vor allem auch, weil der Kragen ein wenig wärmt aber am Hals nicht einengt.

Das schwarze Shirt, das ich als erstes genäht habe und das sozusagen mein Probemodell gewesen ist, habe ich nicht fotografiert, aber das zweite, das im Rahmen der Stoffspielereien entstanden ist, kann man sich  hier ansehen.

Danke für euer Interesse an diesem Schnitt. Ich kann ihn wirklich nur empfehlen. Auch wenn mit meinem kleinen Tutorial die Arbeitsweise immer noch nicht ganz klar sein sollte, wage ich vorherzusagen, dass das Nähen des Shirts gelingt, denn sobald man die Teile vor sich liegen hat, wird man die Schritte nachvollziehen können.

Falls ihr das Shirt näht, würde ich mich auf ein Feedback und ein Foto freuen. Viel Erfolg!