Sonntag, 14. April 2019

Bon Voyage mit selbstgemachten Koffergurten

Wer schon einmal an der Gepäckausgabe am Flughafen auf einen schwarzen Hartschalenkoffer gewartet hat, hat eine Ahnung, wie viele sich jedesmal in einem Flugzeug befunden haben müssen und einem das Identifizieren des eigenen Stücks schwer machen.



Da hilft doch zur Unterscheidung von der schwarzen Masse ein individueller Koffergurt. Die Idee kam mir, als ich vor einiger Zeit bei den Dekostoffen im Kaufhaus einen Stoff mit Landkartendruck gesehen habe. Damit wollte ich zwei schön häßliche Gurte, die einmal ein Geschenk eines Reiseveranstalters waren, upcyceln. Ich habe also die Schnallen abgeschnitten - aber Vorsicht! Zunächst nur von einem Gurt, damit ich noch eine Vorlage für das wieder Zusammenmontieren hatte; ich hätte das intuitiv nicht gewußt. Mein Stoff ist eher kräftig und liegt dreifach für den neuen Gurt; das sollte ausreichend stabil sein. Rechts und links abgesteppt - und fertig mit minimalem Zeitaufwand.



Los geht's!


Übrigens: Das Kleidungsstück, das so nachlässig auf dem roten Rolli hängt, ist eine Jacke, die ich kürzlich genäht aber hier noch nicht gezeigt habe. Die war fast so schnell fertig wie die Koffergurte, aber das darf ja auch mal sein.

Verlinkt bei HAPPYrecycling.



Freitag, 12. April 2019

100 Jahre Bauhaus - mein Quilt nach Gertrud Arndt

Genau heute vor 100 Jahren wurde in Weimar das Bauhaus gegründet, das von seinem Direktor Walter Gropius den Namen "Staatliches Bauhaus in Weimar" bekam.
Die Konzeption war damals etwas völlig Neues: Die Schule wollte Kunst und Handwerk zusammenführen; die Unterscheidung von Künstler und Handwerker sollte aufgehoben werden. Walter Gropius schreibt in seinem Bauhaus-Manifest: "Wir alle müssen zum Handwerk zurück ... Es gibt keinen Wesensunterschied zwischen dem Künstler und dem Handwerker. Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers." Und das ist genau das, was mich an Bauhaus-Arbeiten so anspricht: künstlerischer Ausdruck, der auf handwerklichem Können fußt, der reduzierte, sachliche Stil und die Idee der Funktionalität. Wir sehen ein 100 Jahre altes Design, das man auch heute als modern empfindet.

Es entstanden Werkstätten für Architektur, Möbel, Weberei, Keramik, Grafik, Glas- und Metallgestaltung, Bühne, Buchbinderei und Wandmalerei, später auch für Fotografie.
Die Leiter dieser Werkstätten wurden nicht Professoren sondern Meister genannt. Unter ihnen war lediglich eine Frau: Gunta Stölzl in der Weberei.



Die Rolle der Frauen am Bauhaus ist so interessant, dass die Autorin Ulrike Müller ihr ein Buch gewidmet hat, das für mich vor einiger Zeit der Einstieg in die Bauhaus-Welt war und mir jetzt für meine textile Arbeit als Inspiration gedient hat.



Schon beim ersten Blättern im genannten Buch ist mir auf einem Foto von Gropius' Arbeitszimmer der Teppich aufgefallen, den Gertrud Arndt entworfen hat. Im Kapitel über diese Bauhausschülerin sehe ich dann ihren Entwurf genauer und bin spontan entschlossen, dieses Muster als Quilt zu arbeiten.

(fotografierte Buchseite)

Dann begannen die Überlegungen. Ich wollte keine Eins-zu-Eins-Kopie machen, versteht sich, aber die grundlegende Konstruktion von Form und Farbe verstehen und wiedergeben.

Der Teppich besteht aus 12x16 Quadraten, die Farben sind Blau- Grau- und Gelb/Orangetöne. Ich zitiere aus dem o.g. Buch: "Ein weiterer sorgfältig gemalter Teppichentwurf von 1924 war mit 37 Farbabstufungen besonders aufwändig zu realisieren, denn es gab die Garne so nicht zu kaufen. Ich musste die ganze Wolle selbst färben - ohne Ahnung und ohne Hilfe. Es war grausam ..." 

Ich besitze zwar nicht allzu viele Patchworkstoffe, aber einfarbige Baumwollstoffe in verschiedensten Farben und Abstufungen habe ich reichlich im Vorrat (nicht zuletzt durch einen kürzlich getätigten Großeinkauf an Resten). Blau und Grau habe ich leicht zusammen bekommen - das wären auch meine persönlichen Farb-Favoriten gewesen - aber die gelben Stoffe habe ich durch rötliche ersetzt. Was dazu führt, dass meine roten Quadrate im fertigen Quilt deutlich weniger dominant sind, als die gelben Partien im Original. Das kontrastreiche, leuchtende Gelb ist durchaus ein wichtiges Merkmal des Teppichs und ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht doch besser anders hätte entscheiden sollen. Alternativ hätte ich für das ganze Projekt neue Stoffe kaufen können ...

Im Teppich-Entwurf kann man sehen, dass die gelben Farben im mittleren Bereich konzentriert sind, d.h., in den äußeren beiden Reihen kommen diese Farben nicht vor, ebensowenig wie im zentralen 6x4 Quadrate großen Rechteck. Bei den Blau- und Grautönen ist sofort die abgestufte Anordnung zu erkennen, drei oder vier aufeinander folgende Quadrate in auf- bzw. absteigender Helligkeit. Das habe ich versucht, weitestgehend umzusetzen. Hier einige Detailfotos, die die Farbabstufungen in meiner Arbeit zu zeigen:




Meine Quadrate sind fertig zusammengenäht 5x5 cm groß und da ich auch bei Patchwork gern mit 1cm Nahtzugabe arbeite, habe ich 7cm breit zugeschnitten. Aber nicht jedes Quadrat einzeln, sondern habe zwei, drei bzw. vier Streifen in abgestufter Farbfolge längs zusammengenäht. Quer auseinander geschnitten hatte ich nun keine Einheiten, die mir das Zusammensetzen erleichtert haben. Als Hilfe habe ich mir die Reihen auf der Fotografie im Buch nummeriert - ganz schwach mit Bleistift, man kann es im Foto oben sehen. Das werde ich als Erinnerung an meine Arbeit so belassen.

Die 192 zusammen genähten Quadrate habe ich mit einem dünnen Baumwollvlies hinterlegt. Die Rückseite bildet ein hellblauer Baumwollstoff aus meinem Vorrat.

Ein Teppich ist natürlich nicht gequiltet, aber ich kam hier nicht drum herum. Längs und quer im Nahtschatten, oder dichte Linien, Kreise, Muster? Das hat mir alles nicht wirklich zugesagt. Schließlich habe ich mich entschlossen, die Quadrate an ihren Kreuzungspunkten mit einem gestickten Kreuz zu fixieren. Dafür habe ich dunkelblauen Sticktwist verwendet. Das sieht auf der Rückseite ulkig aus, ist aber egal, da mein Werk an der Wand hängen wird. Fest stand von Anfang an ein unsichtbares Binding. Eine Anleitung dafür habe ich im Netz gefunden und war besonders von der Verarbeitung der Ecken angetan.



Mein fertiger Quilt ist 60x80cm groß.



Mitte Februar hatte ich hier auf dem Blog dazu aufgerufen, eine vom Bauhaus-Stil inspirierte Arbeit anzufertigen, darüber zu bloggen und mir zur Verlinkung anzubieten. Das war eine spontane Idee, die sich nun mit den Stoffspielereien am Ende des Monats kreuzen, die ebenfalls das Bauhaus zum Thema haben. Da ich die Gastgeberin sein werde, werde ich mir erlauben, die Sammlung die dann entstanden sein wird, hier zu verlinken. Ich sehe auch, dass es bei der Großen Nadelbrief-Nähaktion in Kalenderwoche 41 das Thema Bauhaus gibt. Auch darauf würde ich dann gern explizit verweisen, wenn es soweit ist und die Beitragenden damit einverstanden sind.

Ich würde mir wünschen, dass ich auch von nicht-textilen Arbeiten Kenntnis bekomme, um sie hier zu erwähnen. Wer mag vielleicht dafür bei den Malern, Keramikern, Fotografen und bei den Kunsthandwerkern im Bereich Glas, Holz und Metall Werbung machen? Es wäre schön, hier eine gewisse Bandbreite zusammen zu bekommen. Das ist groß und mutig gedacht - aber man darf ja mal träumen ....

Da das Bauhaus-Jubiläum quasi das ganze Jahr über gefeiert wird, würde ich meine Sammlung auch bis zum Jahresende offen halten. Ich verlinke persönlich und ohne Linktool.

Wer ein Bauhaus-Museum oder eine der vielen Bauhaus-Sonderaustellungen und Veranstaltungen besucht und einen persönlichen Bericht veröffentlicht und damit hier verlinkt werden möchte, mag sich gern bei mir melden. Für alle Interessierten gilt: Meldet euch mit einem Kommentar zu diesem Post oder einer Mail.

Dienstag, 9. April 2019

EPP - Penrose Parkettierung

Angestachelt durch meine kürzliche Entdeckung des English Paper Piecing (EPP), kam mir wieder in den Sinn, dass ich vor längerer Zeit einmal versucht habe, das Muster einer Penrose Parkettierung in Patchwork-Technik zu nähen. Da es dabei viele, viele Y-Nähte gibt, ist das in herkömmlicher Technik nicht möglich. Mit EPP jedoch schon!

Ich habe das bekannte Rautenmuster gewählt und zwei Schablonen ausgedruckt, mit deren Hilfe ich meine Stoffstücke zugeschnitten habe. Das Besondere an diesen Rauten: Sie haben einen Winkel von 72° bzw. 36°. Fünf der dicken Rauten zusammengelegt, bilden einen 360°-Kreis.

So kann ein Penrose-Muster aussehen:

Bildquelle: Wikipedia


Ein kurzer Blick auf meine ersten Versuche:



Eine Rosette mit anschließender Umrundung mit den schmalen Rauten ist fertig und die Patches für die nächste Runde sind in Arbeit. Macht Spaß! Ich kann unabhängig von Nähmaschine und gewohntem Arbeitsplatz vor mich hin sticheln und werde das wahrscheinlich mit in den Urlaub nehmen.

Dies ist eigentlich nur ein Probeteil und wenn das weiter so gut gelingt, werde ich eine "richtige" Arbeit in Angriff nehmen, gut durchgeplant und mit ausgesuchten Stoffen. Wenn das eine gewisse Größe bekommen soll, kann sich die Fertigstellung lange hinziehen. Aber das haben diese Arbeiten so an sich.

Wenn es mehr zu berichten gibt, werde ich auch weitere Hintergrundinformationen liefern.

Sonntag, 31. März 2019

Stoffspielereien im März 2019

In diesem Monat lautet das Thema der Stoffspielereien: Geometrie. Ein feines Thema - es hat mich sehr angesprochen.



Dafür habe ich wieder einmal das Buch Quilten in der dritten Dimension von C. June Barnes  zur Hand genommen, das ich mir schon vor längerer Zeit als Anregung für die Stoffspielereien im allgemeinen gekauft hatte. Hier erobern die textilen Arbeiten die dritte Dimension und das hatte ich mir auch für dieses Mal vorgenommen.

Ich wollte die platonischen Körper aus Stoff gestalten. Beim ersten Versuch war ich noch relativ dicht an den Vorgaben im Buch, aber das Ergebnis hat mir nicht gefallen. Leider habe ich vergessen, ein Foto zu machen - und der Mülleimer wurde gerade geleert ... Schade, wir wissen ja, auch weniger gelungene Experimente können bei den Stoffspielereien gezeigt werden.

Mein textiler Würfel/Quader war jedenfalls zu formlos für meinen Geschmack und da ich kurz zuvor etwas über English Paper Piecing (z.B. hier erklärt) gelesen hatte, habe ich die Teile, aus denen sich meine platonischen Körper zusammensetzen, mit weicher Pappe verstärkt, die ich nach dem Zusammennähen nicht wieder entfernt habe. Jetzt hatte ich stabile "Wände" für meine Körper.

Quader
Tetraeder

Oktaeder

Das Auf-Kante-Nähen war komplett neu für mich und bei meinen Objekten müssen einige Nähte auch von außen gearbeitet werden. Gut, dass ich zuletzt beim Mola-Nadelbrief schon ähnlich feine Sticheleien gemacht hatte.



Für die Stoffspielereien habe ich nur drei der fünf platonischen Körper genäht, habe mir aber vorgenommen, alle fünf noch einmal neu und in zueinander passenden Größen in dieser Technik zu arbeiten. Dann sollen auch die Stoffe besser harmonieren. Ich könnte ja ein Mobile daraus machen. Kennt das noch jemand? Das war in meiner Jugend mal en vogue.

Nun verweise ich noch auf die heutige Sammlung der textilen Geometrie-Arbeiten, die auf Karens Blog feuerwerkbykaze zu finden sind. Besten Dank für das Thema und fürs Sammeln.

Am 28. April - letzter Sonntag im Monat - werde ich hier die Arbeiten zum Thema 100 Jahre Bauhaus sammeln. Das wird in einer noch nicht ganz feststehenden Weise mit meinem Aufruf, eine wie auch immer vom Bauhaus inspirierte Arbeit zu fertigen verknüpft werden. Schön wären auch Arbeiten aus den Bereichen Keramik, Holz, Metall usw. Vielleicht mögen Leser, die sich auf diesen Gebieten betätigen (oder Menschen kennen, die es tun) für meine Idee Werbung machen. Ich würde das ganze Jahr über Projekte bei mir verlinken.

Unsere Einladung zu den Stoffspielereien:

Die Stoffspielereien

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.
Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.
Bist du nächstes Mal auch dabei?

Die nächsten Termine:
28.04.2019: „100 Jahre Bauhaus“ bei Siebensachen zum Selbermachen (s.o.)
26.05.2019: „Heimat“ bei Nahtlust
30.06.2019: „Afrika“ bei made with Blümchen
29.09.2019: „Miniatur“ bei Feuerwerk bei Kaze
27.10.2019: „Handweben“ bei Schnitt für Schnitt
24.11.2019: (Thema noch offen) bei Nähzimmerplaudereien
Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findest Du hier bei mir.


Freitag, 22. März 2019

Nadelbrief: Sashiko

Bei den Nadelbriefen hinke ich zeitlich ein wenig hinterher, denn in Susannes großer Sammlung ist bereits das nächste Thema aufgerufen. Wie gut, dass man trotzdem immer noch posten und verlinken kann.

Die japanische Stick-Kunst Sashiko habe ich erstmalig bei den Stoffspielereien im Sommer 2014 probiert. Erst als ich gerade den Post dazu aufgerufen habe, habe ich mich an den mit Kreisen bestickten Beutel erinnert; von dem anderen wusste ich noch, dass er eine eher einfache Sashikoarbeit war, bei der sich nur Linien kreuzen. Komisch, dass ich jetzt für den Sashiko-Nadelbrief Kreise mit Linien kombiniert  habe:

Vorderseite
Rückseite
Es kam mir darauf an, die Technik möglichst akkurat hinzubekommen: den sichtbaren Stich etwas länger als den nicht sichtbaren und ein berührungsfreier Kreuzungspunkt.
Mein Material ist ein dunkelblaues Leinen mittlerer Stärke, gefüttert mit Thermolam. Für das Innenleben des Nadelbriefs habe ich mehrere Varianten durchprobiert bis mir die Bouretteseide eingefallen ist, die ich für Pflanzenfärbungen gebunkert habe. Ein Stückchen habe ich abgezweigt und nur die Kanten ausgefranst:



Auch die Innenseiten sind bestickt: links ein Kreis und rechts sieben Sternchen. Die Bouretteseide habe ich ebenfalls in Sashiko-Manier befestigt und hatte dabei Glück, dass in der Mitte des Nadelbriefs genau der Platz vorhanden war, um die Stiche nach Sashiko-Vorschrift platzieren zu können:


Nadeln sind vorerst keine drin; ich werde mal die Augen offen halten und schauen, wo ich echte Sashiko-Nadeln bekommen kann. Sie sind besonders dünn, spitz und lang, damit man immer mehrere Stiche auf die Nadel nehmen kann.

Ich danke Susanne vom Blog nahtlust.de für die Verlinkungsmöglichkeit und schaue auf die Themenliste, um mich zu einem weiteren Nadelbrief anregen zu lassen.

Mittwoch, 6. März 2019

Me Made Mittwoch: Karierter Rock mit Wickeleffekt

Kürzlich genäht und heute zum Me Made Mittwoch im März vorzeigbar: ein karierter Rock mit Wickeleffekt.



Ich schaffe es tatsächlich in letzter Zeit, Stoffe aus dem Bestand zu vernähen, so auch dieser. Die dunkelblauen Farbtöne lassen eher an Herbst und Winter denken, aber wirklich wärmend ist der Rock nicht, denn der Stoff besteht überwiegend aus Leinen. Aber ich habe ihn trotzdem zu Beginn des Frühjahrs genäht, da er in seiner Art eine Lücke im Kleiderschrank füllt.

Der Schnitt ist aus burdastyle 12/2018-117. Was hier wie ein Wickelrock aussieht, ist nur Optik, denn der Rock hat ein durchgehendes Vorderteil mit einem darüber liegenden Überrock.

Ich finde, der Schnitt eignet sich besonders gut für karierte Stoffe. Die Passe habe ich im schrägen Fadenlauf zugeschnitten (im Original nicht vorgesehen), was die Optik ein wenig interessanter macht und auch die Überrockbahn vorn sprengt durch den etwas zipfelten Zuschnitt den geraden Karoverlauf. Aber nicht genug: ich habe dem Rock an der Kante des Überrocks und an der unteren Kante der Passe eine Paspel verpasst.


Das rehbraune Leinen der Paspel ist ebenfalls aus dem Bestand und harmoniert gut mit dem Braun des Gitterkaros.

Eine zusätzliche Paspel verträgt der Schnitt ziemlich gut und ich denke, ein einfarbiges Modell könnte man auf diese Weise ebenfalls aufpeppen.


Hier noch einmal der Rock mit Original-Knitter nach einem Tag tragen - die leicht gebogene Kante des Wickelteils ist ebenfalls darauf zurückzuführen (und nicht etwa auf schlampiges Nähen meinerseits).

Glücklicherweise befand sich in meinem Schrank ein passendes Oberteil, um den Look zu komplettieren. Das dunkelblaue Jersey-Wickeljäckchen habe ich schon vor ein paar Jahren genäht.


Montag, 4. März 2019

Nadelbrief: Das tapfere Schneiderlein

Auf dem Blog Nahtlust.de gibt es eine Ganzjahres-Aktion, bei der man zu wöchentlich wechselnden Themen Nadelbriefe nähen kann. Das kleine Format des Nadelbriefs bietet eine schöne Möglichkeit, neue Techniken auszuprobieren, ohne gleich ein größeres und zeitintensives Projekt angehen zu müssen.


Hier nun meine zweite Arbeit dieser Art, mit der ich ein wenig spät dran bin, zumal mein Nadelbrief zum Thema "Das tapfere Schneiderlein" sogar rechtzeitig zur achten Kalenderwoche fertig war.

Vom Märchen habe ich mich in zweierlei Hinsicht inspirieren lassen: schneidern/nähen - mein Hobby und der Zahl 7 ("sieben auf einen Streich"). Die Vorderseite meines Nadelbriefs ziert ein Utensil, das der Schneider/die Schneiderin bei der Arbeit braucht: ein Nadelkissen und auf der Rückseite prangt die Zahl 7 - eine wichtige Zahl für die hier schreibende Näherin.



Das Nadelkissen und die Zahl sind auf einen Leinenstoff appliziert und die Stecknadeln sind mit der Maschine aufgestickt; die kleinen Rocailleperlen symbolisieren die bunten Köpfe der Nadeln. Innen haben meine Perlennadeln ein neues Zuhause gefunden.


Damit reihe ich mich in Susannes große Nadelbrief-Sammlung ein und danke für die Anregung und die Verlinkungsmöglichkeit.