Donnerstag, 13. Dezember 2018

Weihnachtskleid Sew Along 2018 - erster Zwischenbericht

Beim Weihnachtskleid Sew Along wird aufgerufen, einen ersten Bericht vom Zwischenstand zu geben.

Zur Erinnerung: Ich nähe ein Hemdblusenkleid ...

burdastyle Juni 2003

... und mein Stoff ist eine Baumwolle mit zwei unterschiedlichen Seiten, die ich beide einsetzen werde.



In den Kommentaren zu meinem letzten Post hatten ein paar Leserinnen Bedenken, dass ein Baumwollstoff für ein Winterkleid zu dünn sein könnte. Irgendwie habt ihr, ohne die Details zu wissen, die richtige Ahnung gehabt. Baumwolle ist natürlich nicht gleich Baumwolle aber mein Material ist in der Tat ziemlich auf der dünnen Seite. Das musste ich mir dann doch eingestehen. Was zur Folge hatte, dass ich mir eine Lösung einfallen lassen musste. Und die heißt: eingearbeitetes Futter.
Ich habe mir eine schwarze Futterseide besorgt, mit der der Rumpf abgefüttert wird; die Ärmel bleiben ohne. Die Passe habe ich - wie bei einem Herrenhemd - mit dem Oberstoff gedoppelt.




An der hinteren Quernaht habe ich das Futter mit eingenäht und an den Knopfleisten ebenfalls. Außerdem wird es an der Ärmelnaht mitgefasst. Sonst hängt das Futter lose im Kleid.




Ich hoffe, dass das alles so klappen wird; genau weiß ich es noch nicht, da ich beim Nähen genau an dieser Stelle bin. Gerade habe ich mit dem Kragen angefangen, den ich mit besonderer Sorgfalt nähen möchte.



Ich bin leider nicht mehr einhundertprozentig davon überzeugt, dass die Entscheidung, beide Stoffseiten zu verwenden, richtig war. Beim Nähen hat mich das Nebeneinander von Dunkelblau und Schwarz zuweilen an die Farbkombination der früheren Dienstbekleidung bei der Bundesbahn erinnert (die ich immer furchtbar fand). Nun ja, vielleicht geht es mir hier ja so wie oftmals beim Zusammensetzen eines Quilttops. Da habe ich auch Zweifel, ob das alles gut aussehen wird und am Ende gefällt es mir - fast immer - doch.



Freitag, 7. Dezember 2018

Flohmarkt 3/2018

Beim letzten Flohmarkt habe ich etliche Knäul pflanzengefärbte Wolle verkauft. Das war der Überhang meines Hobbys. Ich habe jedoch auch selbst Wolle verarbeitet und dabei mehr gestrickt und gehäkelt, als ich selbst behalten wollte und konnte. Deshalb möchte ich jetzt einige Accessoires zum Verkauf anbieten.



Für alle Teile habe ich Garne verwendet, die ich selbst pflanzengefärbt habe. Dabei gibt es folgendes zu beachten:

  • Pflanzengefärbte Garne sind 100% frei von Schad- und Giftstoffen, aber manchmal nicht 100% wasch- und lichtecht bzw. reibefest. Deshalb können dunkle Farben evtl. auf helle Kleidungsstücke abfärben, z.B. bei Reibung mit einem Taschengurt. Bitte diesen Umstand beim Gebrauch berücksichtigen.
  • Pflege: Handwäsche, handwarm mit einem Biowaschmittel. Sanft aber zügig durchwaschen und nicht länger in der Lauge liegenlassen. Restfeuchte in einem Handtuch ausdrücken. Nicht in der Sonne trocknen. Nach einer Wäsche muss neu gespannt werden; Anleitungen dazu findet man im Netz.
  • Aufbewahrung: Bei Nichtbenutzung lichtgeschützt (Tüte, Schrank) aufbewahren - das schont die Farben.

Die angegebenen Preise verstehen sich ohne Versand; der kommt jeweils hinzu, je nachdem, wohin es geht.

Bei Interesse bitte ich um eine Mail an die oben (Headerleiste) unter Kontakt angegebene Adresse.

Vielleicht ist ja etwas dabei, das euch persönlich gefällt oder ihr an Weihnachten verschenken möchtet.

Die Fotos zum Vergrößern bitte anklicken. Bitte beachten, dass die Wiedergabe der Farben bildschirmabhängig ist.


1. Dreieckstuch, gehäkelt

Material: 100% Tussahseide, mit Perlenbordüre.
Gefärbt mit Blüten der schwarzen Stockrose, Farbe: zartgrün-silbrig.
Größe: 190x90cm
Preis: € 65.-





2. Dreieckstuch, gehäkelt

Material: Alpaca, Seide, Cashmere; mit Perlenbordüre
Gefärbt mit roten Zwiebelschalen; Farbe: oliv mit leichtem Spiel nach mittelbraun, hellerer Farbton am Rand
Größe: 160x82cm
Preis: € 60.-

Das Tuch ist bis auf den Rand einfarbig; bitte nicht vom durchschimmernden Fußboden täuschen lassen.




3. Dreieckstuch, gestrickt

Material: 100% Merinowolle
Gefärbt mit: schwarzem Tee, Rot- und Blauholz (fliederfarben, wie im ersten Foto), brauner und roter Zwiebelschale.
Größe: 190x73cm
Preis: € 50.-





4. Dreieckstuch, gehäkelt

Material: Wolle
Gefärbt mit Schilfblüten. Farbe: mattes, mittleres Grün, helleres Grün am Rand.
Größe: 180x75cm
Preis: € 50.-






5. Dreieckstuch, gestrickt

Material: Alpaca, Seide, Cashmere
Gefärbt mit roten Zwiebelschalen, Farbe: oliv mit leichtem Spiel nach mittelbraun
Größe: 150x60cm Gewicht: 33g !
Foto vom Garn: siehe 10.
Preis: €45.-




6. Schal, asymmetrisch, gestrickt

Material: Merinowolle
Gefärbt mit Tee, brauner und roter Zwiebelschale
Größe: 190x48cm
Preis: € 45.-





7. Pulswärmer/Armstulpen, gestrickt

Material: Merinowolle
Gefärbt mit Blüten der schwarzen Stockrose, Farbe: grün-grau
Länge: ca. 16cm
Preis: € 15.-




8. Pulswärmer/Armstulpen, gestrickt

Material: Wolle mit Seide
Solargefärbt mit roten Zwiebelschalen, Farbe: oliv, leicht meliert
Länge: ca. 16cm
Preis: € 15.-



9. Pulswärmer/Armstulpen, gestrickt (3 Paar)

Material: 100% Maulbeerseide
Gefärbt mit rotem Sandelholz, leicht meliert, da zwei Farbtöne zweifädig verarbeitet wurden.
Länge: ca. 16cm
Preis: € 18.-

1 Paar ist verkauft.



10. Lacegarn, 1 Knäul

Material: Alpaca, Seide, Cashmere
Menge: ca. 50g, LL 1200m/100g
Gefärbt mit roten Zwiebelschalen
Foto vom verarbeiteten Garn: siehe 5.
Preis: € 7.-






Mittwoch, 5. Dezember 2018

Me Made Mittwoch: Hemdbluse(n)

Auf dem MMM-Blog ist im Dezember viel los: Der Weihnachtskleid Sew Along mit vier Terminen an den Sonntagen und der reguläre Termin am ersten Mittwoch des Monats - heute.

Ich habe eine Hemdbluse zu zeigen, die aus einem Patchworkstoff entstanden ist. Der Stoff war ein Spontankauf: gesehen, gemocht, gekauft. Eine Preisreduktion hat mir die Entscheidung noch erleichtert. Hemdblusen im klassischen Stil trage ich eigentlich häufig und gern, deshalb brauche ich auch von Zeit zu Zeit Nachschub.

Ich trage auch ganz gern kräftige Farben; die neue Bluse gehört in diese Kategorie:


Da sind einige Farben drin, die das Kombinieren leicht machen, auch das mag ich gern. Die sehr dunkle Grundfarbe ist ein Chamäleon, denn sie kann schwarzblau, schwarzbraun oder eben schwarz aussehen, je nach dem, was man dazu trägt. Mit der Jeans kombiniert, fühle ich mich leger aber gut angezogen.


Der Schnitt ist das Modell "Gardener" aus der Ottobre 5-2012, Mod. 7. Dies hier ist bereits meine vierte Version. Da ich mir meist einen kleinen Stoffschnipsel zum Schnitt in die Sichthülle stecke, werde ich beim Suchen eines Schnitts schnell fündig.


Die Bluse hat zwei Brusttaschen, die ich tatsächlich im Musterverlauf aufgesteppt habe. Das wäre bei diesem lebhaften Muster wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen, aber beim Zuschnitt der Taschen - ich mache das immer erst zum Schluss - hatte ich zufällig genau die Partie vor mir liegen, die gepasst hat. Aber dann muss es doch genau sein. Dafür habe ich die bereits existierende Schablone zu Hilfe genommen und wieder mit meiner Lieblings-Schneiderkreide, der flach gewaschenen Seife,  angezeichnet.


Links die Bluse, rechts der Stoff mit Schablone. Die kleinen Striche am Rand der Schablone markieren den Brustabnäher; das hilft bei der Orientierung. Unter der Schablone liegt übrigens das Seifenstück.

Zwei dieser vier Blusen habe ich schon einmal hier auf dem Blog gezeigt; die dritte fehlt noch und wird heute gleich mitgeliefert. Aber der Reihe nach:


Die erste Version mit dem quer geteilten Vorderteil, so wie es das Originalmodell vorsieht.


Die zweite Version aus einem Batikstoff, ohne Querteilung, dafür mit einfarbigen Garnituren.


Die dritte Bluse nach diesem Schnitt habe ich im Frühjahr bei einem Besuch als Touristin (nicht als Zuschauer einer Aufführung) in der Mailänder Scala getragen. Das Material ist diesmal ein leichtes Leinen mit Karo in natur/blau/braun.


Der Vierer-Reigen ist für heute komplett. Es könnten aber in Zukunft noch weitere Modelle nach diesem Schnitt folgen. Vom Leinen habe ich noch einen größeren Rest, der für eine Kurzarmbluse ausreichen dürfte; das wäre dann noch eine weitere Variante. Und ich brauche auch mal wieder eine weiße Bluse.

Mein Dank geht an die MMM-Organisatorinnen, die jetzt zur Jahreswende aus dem Team ausscheiden und an die Damen, die mit neuem Schwung die Leitung des MMM-Blogs übernehmen.
Schön, dass es weitergeht.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Weihnachtskleid Sew Along 2018 - erstes und zweites Treffen

Im Laufe der letzten Woche habe ich mich entschlossen, erst heute beim Weihnachtskleid Sew Along einzusteigen, da ich bereits konkrete Pläne hatte: Schnitt und Stoff standen bereits fest.

Eigentlich "brauche" ich gar kein Weihnachtskleid. Ich zehre immer noch vom Kleid aus dem letzten Jahr, das für mich wirklich etwas Besonderes war und ich denke, dass ich es auch in diesem Jahr an einem der Weihnachtstage tragen werde. Aber es ist der Nähspaß, den man hat, wenn im Rahmen eines Sew Alongs mit Gleichgesinnten der Näh-Community ein schönes Kleidungsstück für einen besonderen Anlass entsteht.

Ich werde einen Stoff aus meinem Vorrat verwenden. Es handelt sich um einen hochwertigen Baumwollstoff mit einer dunkelblauen und einer schwarzen Seite, wobei jeweils ein paar Fäden bzw. Punkte der Kombifarbe auf der anderen Seite durchschimmern - schwer zu fotografieren:



Ich habe vor, einen Schnitt wiederzuverwenden, aus dem ich bereits vor etlichen Jahren einmal ein Kleid genäht habe. Der Schnitt ist ziemlich alt, stammt aus dem Burdaheft vom Juni 2003 und ist ein Hemdblusenkleid. Ich werde ihn kaum verändern (mal die Hüftweite überprüfen ...), denn er passt im Prinzip gut und hat genau die Menge an Bequemlichkeit bei gleichzeitiger Figurnähe, die mir gefällt. Ich werde sogar die 3/4-Ärmel übernehmen, obwohl ich lange Ärmel eigentlich bevorzuge, nur den Kragen lasse ich etwas weniger spitz ausfallen.


Auf dem Foto ist ein Schnipsel des Stoffs zu sehen, aus dem das erste Kleid genäht ist; es ist ein Baumwollstoff mit Batikdruck. Das erste Kleid zeige ich dann noch demnächst.


Ich habe vor, beide Seiten des Stoffs einzusetzen. Blau für vordere und rückwärtige Mittelteile sowie  Ärmel und schwarz für Passe, Ärmelaufschläge, Unterkragen und die Seitenteile. Dann geistert mir noch die Idee von schwarzer Spitze im Kopf herum ... vielleicht an der Passe und an den Ärmelaufschlägen ... aber so recht weiß ich das noch nicht und es kommt auch darauf an, ob ich passende Spitze/Spitzenstoff finden werde.

Soweit mein Vorhaben. Nun verweise ich auf den MMM-Blog, wo heute die Hobbykolleginnen beim zweiten Treffen des Sew Alongs  ihre Weihnachtskleid-Projekte vorstellen. Ich bin gespannt. Die Präsentation der fertigen Kleider ist dann erst für den Zweiten Weihnachtstag vorgesehen - das finde
ich gut.

Sonntag, 25. November 2018

Stoffspielereien im November 2018: Sterne

Sternzeit 25112018.



Das ist so rätselhaft wie die unendlichen Weiten des Weltraums. Dennoch ist es das Ausgangsmaterial für meine Stoffsterne, die, stark vergrößert, in der Mitte so aussehen:


OK, das ist wieder rätselhaft, wird aber ganz schnell aufgelöst.

Am Anfang stand eine Recherche im Netz nach genähten Sternen aus Stoff. Da gibt es ja eine ganze Menge und das Eine oder Andere hatte mir auch gefallen, aber die Sterne, die den bekannten Fröbelsternen nachempfunden waren, haben mir am besten gefallen.



Der klassische Fröbelstern ist dreidimensional, was aus Stoff in dieser Form nur schwer oder gar nicht machbar ist (Gerade sehe ich bei Ines, dass das doch geht. Sie hat jedoch die Streifen zusammen genäht.); deshalb endet bei dieser Variante das Falten der Streifen bevor die Dreidimensionalität hergestellt wird. Anleitungen dafür gibt es im Netz: z.B. hier (viel Werbung, etwas scrollen) oder hier.

Die Beschreibung des Falt-Prinzips ist bei beiden Links gleich, nur in den Details unterscheiden sie sich. Meine Anmerkungen dazu:

  • Da ich genug Stoff zur Verfügung hatte, habe ich die Streifen in der Länge großzügig zugeschnitten; 32cm mindestens.
  • Ich habe die Stoffstreifen nach dem Bügeln mit meinen Bügelamboss beschwert, um die Knicke schärfer und haltbarer zu machen. Ein Vergleich von mit und ohne war deutlich. Ich habe auf die Absteppung der Streifen verzichtet.
  • Beim Ziehen der Streifen durch eine Schlaufe habe ich eine Pinzette zu Hilfe genommen.
  • Vor dem letzten Arbeitsgang habe ich die Streifen so auf Länge geschnitten, dass ein möglichst langes Ende in der Schlaufe steckt, jedoch ohne unten herauszuschauen. Nicht zu knapp abschneiden, sonst löst sich der Stern auf.
  • Nochmals Bügeln: Beim fertigen Stern habe ich zunächst die Zacken in vier Schritten gebügelt, dann die Mitte, die dicker ist, da mehr Stofflagen übereinander liegen, um dann wiederum den Bügelamboss daraufzustellen. 
  • Mein Prototyp (unteres Foto, oberer Stern) ist aus normalem Baumwollstoff ohne Weihnachtsmuster. Ich habe dann auch festgestellt, dass es gar nicht unbedingt nötig ist, Weihnachtsstoffe zu verwenden, oder vielleicht nur einen, kombiniert mit regulären Stoffen. Bei den Stoffen eignen sich am besten die feinfädigen Patchworkstoffe oder vergleichbare. Einige dickere Stoffe haben sich als deutlich schwerer handhabbar herausgestellt und bei den sehr schönen einfarbigen Baumwoll-Satinstoffen mit einer glänzenden Seite sind mir die Stoffenden immer wieder herausgerutscht, weil der Stoff zu glatt war.
  • Anfangs dachte ich, ich müsse vier verschiedene Stoffe verwenden (unteres Foto, unterer Stern), aber das hat mir sehr schnell viel weniger gut gefallen, als die Sterne aus zwei Stoffen.

Und dann wurde die Sternenfalterei zum Selbstläufer. Ich hatte ja früh genug angefangen und habe dann einmal hier eine Session geschnitten, einmal da eine Session gebügelt, diese Streifen hochkant nebeneinander gestellt (erstes Foto oben) und dann nebenbei gefaltet. Neben einem langweiligen Fußballspiel oder einem unspannenden Tatort ...

So sind eine ganze Menge Sterne zusammen gekommen:


Farblich sortiert und gruppiert gefallen sie mir auch sehr gut; das verbindende Element ist dann ein Stoff bzw. Muster, der sich bei allen drei Sternen wiederholt:




Bei der stattlichen Anzahl der Sterne ist die Idee aufgekommen, den Weihnachtsbaum in diesem Jahr nur mit Stoff- und Strohsternen zu dekorieren. Da brauche ich aber wahrscheinlich noch einige Sterne mehr, denn sie eignen sich natürlich auch gut zum Verschenken.

Zu guter Letzt ein Dankeschön an Ines, die auf ihrem Blog Nähzimmerplaudereien heute die Sammlung der Sterne hostet. Ich fand es wirklich nett, ein jahreszeitbezogenes Thema als Vorgabe zu haben. Im Dezember gibt es keine Stoffspielereien; da ist Weihnachtspause. Für Januar dürfen wir uns Upcycling-Projekte einfallen lassen.