Die Stoffspielereien in diesem Monat behandeln das Thema: Feuer.
Elvira hat es ausgewählt und sie sammelt auf ihrem Blog Zwisch-en-durch die Beiträge. Nach mehrmonatiger Abwesenheit bei den Stoffspielereien bin ich heute wieder dabei. Gut so!
Die Inspiration zu meiner Umsetzung des Themas habe ich in der Bildersammlung unserer Gastgeberin gefunden. Da ich seit Jahresbeginn Garn spinne (... hatte wohl noch nicht ausreichend Hobbys ....) habe ich einen kleinen Vorrat an Fasern. Und da ich sie für mein Handgesponnenes vorher färbe, habe ich auch für das Feuer-Projekt gefärbt.
Ich habe meine Fasern in drei (Fotos zeigen zwei davon) "Feuerfarben" eingefärbt; plus schwarz.
Nach dem Färben waren die Fasern ein wenig "struppig", deshalb habe ich sie kardiert:
dann mit einem Seidenpapier abgedeckt,
und geheftet. Das sind jetzt drei Lagen - fast so wie ein Quiltsandwich. Auf dem Foto kann man schwach Bleiftlinien erkennen; sie sollten mir eine Orientierung bieten beim anschließenden Nähen. Die Nähte sollen züngelnde Flammen darstellen ....
Das Entfernen des Papiers war eine ziemlich fummelige Angelegenheit, die einige Zeit in Anspruch genommen hat. Eine Pinzette hat geholfen, aber die größte Schwierigkeit war, die Fasern nicht zu verwuscheln bzw. herauszuziehen. Hätte ich das Absteppen auch ohne Papier hinbekommen?
Mein Feuer-Bild kam in einen Rahmen mit Passepartout, den ich sowieso zu Hause hatte:
Hier nochmals der Link zur Sammlung der Beiträge zum heutigen Thema. Danke, Elvira - das war für mich das richtige Thema zum richtigen Zeitpunkt.
Off topic: Mit den oben gezeigten Handkarden "kämmt" man sozusagen die Fasern, richtet sie parallel aus und lockert sie auf, damit man sie anschließend gut verspinnen kann. Da ich nun schon mal die Handkarden in Betrieb hatte, habe ich mir noch ein paar Rolags gemacht:
So nennt man diese Röllchen, die entstehen, wenn man die kardierten Fasern mit Hilfe von zwei Stäbchen (ich nehme Essstäbchen) von der Handkarde abnimmt und dabei aufrollt. Irgendwie macht es mir Spaß, Rolags zu machen, finde auch, sie sehen hübsch aus, wenn sie, wie im Foto, so nebeneinander liegen. Jetzt habe ich noch eine gewisse Menge Fasern übrig - hatte insgesamt ca. 80 Gramm gefärbt:
Jetzt sind sie erst einmal mottensicher verpackt und können warten, bis sich eine Verwendung findet.
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Bei den Stoffspielereien kann jeder mitmachen, der zum gestellten Thema etwas Textiles werkeln möchte.
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfekt-Sein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.
Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.
Die weiteren Termine in diesem Jahr:
- 30.03.2025: „Biesen und Falten“ bei Langer Faden
- 27.04.2025: „Nadelkissen“ bei feuerwerk by KaZe
- 25.05.2025: „Die Farbe Blau“ bei Stoffnotizen
- 29.06.2025: „Wasser“ bei Siebensachen zum Selbermachen (also bei mir)
- Juli und August: Sommerpause
- 28.09.2025: „Der letzte Schliff“ bei Petersilie und Co
- 26.10.2025: „Applikation“ bei 123-nadelei
- 30.11.2025: „Techniken im Dialog“ bei Tyche
- Dezember: Winterpause
Deine Woll-Flammen sind zum sich-reinlegen-wollen. Ich fühle förmlich die Wärme und die angenehme Lagerfeuer-Atmosphäre. Womit hast du gefärbt? Statt Seidenpapier hättest du vielleicht wasserlösliches Soluvlies nehmen können? Das Abreißen ist schon bei Stoffen eine fimmelige Arbeit. Danke auch für die Idee mit den Rolags. Das kannte ich noch nicht. Ich spinne zwar nicht, aber kardieren macht mir Spaß. Das probiere ich mal aus.
AntwortenLöschenDeine Schichtungen erinnern mich an die Werke von Hanne Friis (https://www.mkg-hamburg.de/ausstellungen/hanne-friis), die auch gut zum Thema im nächsten Monat passen würden ;-) Vielleicht machst du da weiter? Liebe Grüße, Elvira
Auch Wollfasern färbe ich gern mit Procion MX obwohl das eine Reaktivfarbe für Baumwolle usw. ist. Hat bisher immer gut funktioniert. Danke für den Link zu Hanne Friis. Ihre Arbeiten sind toll und ich meine, ich hätte schon einmal eine gesehen; aber in welchem Museum oder Ausstellung - das weiß ich nicht mehr.
LöschenWow, das sind wahrhaft feurige, lodernde Flammen! Dein Beitrag weckt gleich Wünsche nach der Färberei, da hab ich mich bisher nie rangetraut. Du bist ja dabei firm und wie gut, dass du deine Aktivitäten auf ein weiteres Hobby ausgebaut hast. Das Feuer-Bild ist super. LG eSTe
AntwortenLöschenDanke. Für das Färben kann ich dir Mut machen - das ist nicht schwer und die Farben sind leicht zu bekommen.
LöschenLiebe Beate, wunderschön finde ich Deine Beispiele für diese Stoffspielerei, die rolags sind schon so für sich einer Einrahmung würdig. Du hast die feurige Stimmung perfekt erfasst, und ich freue mich sehr, Dich hier wiederzusehen, LG Tyche
AntwortenLöschenDanke. Ja, ich mag diese Rolags auch; die lassen die Farben so schön wirken.
Löschenoh, die Flammen schauen ja kuschelig wärmend aus! Sehr schön umgesetzt!
AntwortenLöschenLiebe Grüße,
Maria
Danke dir.
LöschenWow! Welche spannenden Dinge Du ausprobierst! Die Faserfläche ist wunderschön flammig, sehr passende Farben und ein super formschönes Steppmuster. Liebe Grüße!
AntwortenLöschenVielen Dank.
LöschenDie Farbtöne erwecken sofort das Thema und man spürt Wärme. Sehr gelungen! Das Gefummel beim Lösen des Papiers kann ich mir lebhaft vorstellen, dafür gibt eine Lösung. Es gibt eine "Folie" Alicante ( so meine Erinnerung), die sich wunderbar benähen läßt und beim Eintauchen in Wasser komplett auflöst.
AntwortenLöschenJetzt wird also gesponnen und gewebt.
Viele Grüße Karen
Danke für deinen Kommentar. Wasserlösliches Vlies könnte ich mal ausprobieren. Wenn es ausreicht, das Ganze nur nass zu machen, sollte es klappen.
Löschenda hat man direkt warm * ein wunderschönes werk !
AntwortenLöschenlieber gruss
mo
Vielen Dank.
LöschenHerrlich, wie du mit Wolle und Farben arbeitst, lie Grüße, Silvia von Petersilie und Co
AntwortenLöschenIch danke dir.
AntwortenLöschenWow, was für ein faszinierendes Feuer-Projekt! 🔥 Die Idee, nicht nur mit Stoffen zu arbeiten, sondern selbst Fasern zu färben und zu kardieren, bringt eine ganz besondere Tiefe in die Umsetzung. Ich kann mir gut vorstellen, wie lebendig und dynamisch die Flammen durch die Nählinien wirken – und das mit all den leuchtenden Rot-, Orange- und Schwarztönen! Dass das Entfernen des Seidenpapiers eine Herausforderung war, glaube ich sofort – aber das fertige Bild im Passepartout klingt nach einer absolut gelungenen Belohnung für die Mühe. Ich frage mich gerade: Hast du beim Kardieren absichtlich bestimmte Farbverläufe erzeugt oder die Mischung ganz intuitiv gemacht? 😊
AntwortenLöschenWow, die ersten Fotos sehen richtig wie Glut aus. Das Ergebnis ist wunderschön mit den gewählten Materialien, Techniken und Farben.
AntwortenLöschenZum Abdecken während dem Absteppen verwende ich wasserlösliches Vlies. Vielleicht wäre das für dich auch möglich gewesen.
LG Ute
Oh, wie cool, Beate: Jetzt spinnst auch du noch! Ich freu mich! Dann können wir uns ja bei meinem nächsten Besuch in Essen tatsächlich auch mit Claudia zum Spinnen treffen, hihi. Zu deinem Bild: Auf die Idee muss man kommen! Ich glaube, es war gut, dass du Papier darüber gelegt hast, vor dem Nähen, auch wenn es doof zu entfernen war. Ich glaube, das wasserlösliche Soluvlies wäre nicht so gut gewesen: Das wird nämlich zuerst klebrig, bevor es sich auflöst, und man muss oft ziemlich rubbeln, bis alles weg ist. Das hätte die schön flauschige Oberfläche deines Bildes gestört. Es sieht wunderbar aus. Liebe Grüße, Gabi
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