Freitag, 17. Februar 2012

Friday for Men Only (FFMO) - Teil 3

Heute präsentiere ich einen Pyjama für den Mann:

(Natürlich gibt's dazu auch eine Hose...)

Diesen Stoff habe ich vor ca. zwei Jahren in meiner örtlichen Karstadt-Filiale als 100% Baumwolle gekauft, hatte jedoch meine Zweifel, da der Stoff wenig knittert. Also sind da Synthetikanteile drin, was ich aber hingenommen habe, da mir Farbe und Muster gut gefielen. Kürzlich habe ich bei stoffe.de diesen Stoff wiedergefunden, mit der Angabe 50% Baumwolle, 50% Synthetik. Na also.
Neben diesem Pyjama gibt es einen zweiten, aus der gleichen Qualität aber in einer anderen Farbkombination; aber den hat er gerade an...

Und hier sind die anderen Männermodelle veröffentlicht.

Mittwoch, 15. Februar 2012

MeMadeMittwoch - Teil 29


Diese Jacke trage ich heute:


Sie ist nach dem gleichen Schnitt entstanden wie diese Jacke, die ich einmal an einem vorausgegangenen Mittwoch getragen habe:


burda 01-2011-126

Der türkisfarbene Stoff ist ein feiner Jersey aus Wolle und Viskose von Florence. So ganz glücklich bin ich mit dem Modell jedoch nicht, denn ich denke, dieser Jersey ist ein wenig zu dünn und fein für dieses Modell. Aber die Jacke trägt sich angenehm; sie wärmt nicht zu viel und nicht zu wenig und wiegt praktisch nichts.
Das zweite selbst gemachte Teil ist die Kette, die ich trage: eine Raku-Perle aus der eigenen Werkstatt mit einem (gekauften) nach Tiffany-Art gefassten Glastropfen zusammen auf ein Lederband gefädelt. Das Glas hat genau die gleiche Farbe wie die Jacke. Hier hatte ich die Kette schon einmal gezeigt.

Links zu allen MeMade-Modellen (inzwischen sind es über 100) findet man hier.

Montag, 13. Februar 2012

Stoffmanipulationen

Lucy vom Blog "Nahtzugabe" hat gemeinsam mit Suschna zu Stoffmanipulationen aufgerufen. Was genau geplant ist, liest man am besten dort nach. Jeder, der Lust hat mitzumachen, kann sich anschließen.
Natürlich ist das etwas für mich!
Lucy hat in ihrem Blogpost ein Buch genannt, nach dem sie arbeiten will; ich habe noch ein anderes gefunden, das ich ebenso inspirierend wie informativ finde. Dieses hier:


Ich habe preisgünstig ein gebrauchtes Exemplar über Amazon gekauft. Dort gibt es auch einen "Blick ins Buch", wo man z.B. das gesamte Inhaltsverzeichnis einsehen kann. Viele interessante Stoffbearbeitungs-Techniken werden in einem bebilderten Mini-Kurs (meist zwei Seiten) beschrieben. Z.B. so:



In diesem Buch habe ich auch die Techniken gefunden, auf die ich zu Beginn hinaus will: Revers-Applikation und Trapunto.

Freitag, 10. Februar 2012

Friday for Men Only (FFMO) - Teil 2

Wie schon zu einem früheren Zeitpunkt erwähnt: Seit Jahren nähe ich alle Hemden für meinen Mann. Der Anstoss dazu kam eigentlich aus der Not, denn bei seiner Körpergröße, Rumpf- und vor allem Armlänge gibt es kaum - und vor allem wenig schöne - Hemden zu kaufen.
Hier nun ein Hemden-Zwilling:


Aus einem weichen Baumwoll-Feincord von Stoff-Art (Internet Versand).
Wer sich für das Thema Herrenhemd interessiert: es gibt einen früheren Post dazu und den ersten Teil eines kleinen Hemden-Tutorials. Teil 2 ist in Arbeit und kommt in den nächsten Tagen.

Übrigens: Im Moment nähe ich gerade ein Herrenhemd...





Donnerstag, 9. Februar 2012

Schwarz-weißes Jäckchen (burda 11-2003-117)

Dieses Jäckchen ist gestern (oder genauer gesagt: vorgestern) ganz knapp vor dem MeMadeMittwoch fertig geworden und da ich, wie die meisten Bloggerinnen beim MMM, nicht am selben Tag fotografiere und den Blogbeitrag schreibe, sondern wenigstens am Tag vorher, hat es am Mittwoch nicht mehr zum Foto mit dem Modell angezogen gereicht. Das sei nun nachgeholt:

(... und wieder mit einer schwarzen Hose...)


Der Stoff war ein Spontankauf und ich hatte gleich das Zielmodell im Kopf als ich bemerkt habe, dass der Stoff zwei schöne Seiten hat. Beim Zuschnitt muss man höllisch aufpassen, dass man die Teile richtig auflegt, sonst stimmt die Farbabfolge nicht. Und obwohl ich daran gedacht hatte, habe ich zwei Teile falsch zugeschnitten. Glücklicherweise hatte ich ausreichend Stoff, sogar so viel, dass es noch für einen Rock reicht. Ich denke, kurz und schmal wird zu der Jacke am besten aussehen, aber welche Stoffseite nehme ich nach außen? Schwarz: na ja, schwarz ist halt immer gut, aber dann kommt als Kombifarbe fürs Oberteil nur eine Kontrastfarbe in Frage; weiß: dann kann ich ein schwarzes Oberteil dazu tragen. Als Entscheidungshilfe habe ich zwei Fotos gemacht:




Oder vielleicht weder noch...?

Natürlich ist die Jacke gefüttert. Seit geraumer Zeit habe ich eine bestimmte Verarbeitungsweise für Futter in Jacken und Mänteln. Sie stammt aus einem alten Burdaheft; ich habe sie mir kopiert und sie hängt an prominenter Stelle an der Pinnwand in meinem Nähzimmer. Diese Vorgehensweise finde ich inzwischen nirgends mehr; sie ist m.E. aber so gut, dass ich sie hier erläutern möchte.*

Voraussetzung: die Jacke hat einen 4 cm breiten Saum, sie ist fertig genäht und die Säume sind eingebügelt aber noch nicht angenäht.
Die Futterteile bekommen eine 1,5 cm breite Saumzugabe, außer an den vorderen Kanten des Futtervorderteils. Hier zeichne ich an der Kante zum Besatz hin zunächst eine 4 cm breite Saumzugabe an (also die gleiche Breite wie die Saumzugabe am Besatz), an der Kante der Seitennaht jedoch eine Zugabe von 1,5 cm und verbinde diese beiden Punkte/Linien in einem flach verlaufenden Bogen.
Das nachfolgende Foto illustriert, was ich meine:

(Das Foto gehört zu dieser Jacke)

Man kann dieses Verfahren sowohl bei einem ein- als auch mehrteiligen Vorderteil anwenden. Bei Modellen mit vorderen Teilungsnähten kann man zunächst alle Teile mit 4 cm breiten Saumzugaben zuschneiden, die Teilungsnähte  steppen und dann die Zugabe zur Seitennaht hin im erwähnten flachen Bogen zurückschneiden.
Alle Futterteile zusammennähen, dabei in einer Seitennaht eine ausreichend große Wendeöffnung lassen. Nun wird das Futter rechts auf rechts auf den Besatz gesteckt, wobei natürlich die Schulternähte und die hintere Mitte aufeinandertreffen. Diese Naht steppen und die Zugaben ins Futter bügeln.
An den vorderen Jackenkanten den Besatz nach außen und die Saumzugaben nach unten legen. Die unteren Besatzkanten entlang der Saumkante (Bügelbruch) auf die Vorderteile stecken. Das Futter nach unten ziehen und die Zugabenkanten von Jacke und Futter aufeinander stecken. Das nächste Foto zeigt diesen Arbeitsschritt. Zur Verdeutlichung habe ich mit Kreide die Nahtlinie markiert. Fürs Foto habe ich die Jacke so hingelegt, dass man beide Jackenkanten erkennen kann.


(Dieses Foto gehört zu schwarz-weißen Jacke.)

Nun wird diese Naht gesteppt. Die Zugaben zurückschneiden. Wenn man die Jacke durch die Öffnung im Futter gewendet hat, sollte die vordere Kante so aussehen:


(Fotos von Modell Burda 10-2008-104)

Dieses Verfahren funktioniert sowohl bei eckigen als auch bei runden vorderen Kanten.

Ich hoffe, ich konnte das verständlich erklären. Bei Problemen oder offenen Fragen: bitte melden.
Genau genommen ist das Einnähen des Futters natürlich noch nicht beendet, denn die Ärmel fehlen noch. Wer hier Info-Bedarf hat, lässt es mich bitte wissen.

Nun zu meiner "Quizfrage" vom Vortag: die erste Umsetzung des Schnitts war dieses Modell, das ich bei meinem ersten Beitrag vom MeMadeMittwoch getragen habe:


Modell Nr. 2 ist aus Leinen, diesmal mit Kragen:


Dieses Modell hat bei mir den Namen "Domino-Jacke" bekommen.

Die blau-petrolfarbene Version aus Walk ist schon etwas abgetragen und ich kann mir durchaus vorstellen, dieses Modell noch ein viertes Mal zu nähen.

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* Dabei stütze ich mich auf die alte Anleitung von Burda und zitiere teils wörtlich, teils sinngemäß.

Mittwoch, 8. Februar 2012

MeMadeMittwoch - Teil 28

Zum heutigen Mittwoch des Selbstgemachten zeige ich ausnahmsweise einmal das Modell des Tages an der Puppe:


Kurze, kragenlose Jacke aus einem Fischgrat mit zwei schönen Seiten, einmal schwarz, einmal weiß - hier als Effekt eingesetzt. Material: Wolle mit Seide vom Stoffhaus am Kö in Kassel. Der Schnitt ist aus einer Burda aus dem Jahr 2003.
Quizfrage:
In welchem Blogpost ist dieser Schnitt schon einmal zu sehen?

Nähere Informationen zum Modell, ein paar Anmerkungen zur Verarbeitung, mehr Fotos sowie eine dritte Realisierung des Schnitts kommen morgen. Auch habe ich noch eine weitere bisher unbeantwortete Frage zur Komplettierung des Outfits.


Wer wissen möchte, was es mit dem MeMadeMittwoch auf sich hat und sich die Modelle der MMM-Mitstreiterinnen anschauen möchte, klickt bitte oben unter der Kopfzeile den MMM an und findet dort alle weiteren Informationen.


Mittwoch, 1. Februar 2012

MeMadeMittwoch - Teil 27

Kalt heute.
Dagegen hilft eine warme Jacke wie diese hier:



Diese hellgraue Jacke im Blazer-Stil habe ich schon viele Jahre. Sie ist aus einem dichten, warmen Loden genäht, den ich in einem Geschäft gekauft habe, das es bereits etliche Jahre nicht mehr gibt (Blank in Marburg). Ich kann auch keine Angaben zum Schnitt machen (außer, dass er aus einem Burdaheft ist), denn sowohl Schnittmuster als auch Heft sind einer zurückliegenden Aufräumaktion zum Opfer gefallen.

Zur Jacke trage ich den selbstgenähten roten Hut, den ich vor kurzem hier vorgestellt habe. Die anderen Accessoires - Schal, Handschuhe, Tasche - sind gekauft. Auch die Hose, die ich deshalb einfach mal mit dem Foto unten abschneiden konnte.

Und dass man zu solch einem Outfit weder eine rote Hose noch rote Schuhe oder Stiefel trägt, habe ich kürzlich bei der Lektüre von diesem Buch gelernt:

(Foto von Amazon - Danke)

Darin wird dazu geraten, die "Komplettausstattung" zu vermeiden.
Nein, man sollte nicht alles ernst nehmen, was in diesem Buch steht, aber es ist ganz unterhaltsam zu lesen und man kann an Hand der aufgestellten Thesen die eigenen Auffassungen einmal überprüfen - und sie auch dann beibehalten, wenn sie der Meinung der Autorin widersprechen. Außerdem ist das Buch ein Appetit machender Reiseführer für Paris. (Ich muss da bald man wieder hin!)

Wer wissen möchte, was es mit dem MeMadeMittwoch auf sich hat und sich die Modelle der MMM-Mitstreiterinnen anschauen möchte, klickt bitte oben unter der Kopfzeile den MMM an und findet dort alle weiteren Informationen.