Mein heutiges Outfit ist vielleicht wirklich schon ein wenig herbstlich.
Rock mit Jacke, ergänzt durch ein Shirt, das ich hier schon einmal - wenn auch weitestgehend verdeckt - gezeigt habe. Die Jacke ist burda-Schnitt 126 aus dem Januarheft aus diesem Jahr. Der Rock ist mein Standard-Schnitt für einen schmalen, kurzen Rock, nur - weil ich hier einen dehnbaren Stoff verarbeitet habe - etwas reduziert in der Weite. Den Jackenschnitt kann ich uneingeschränkt empfehlen; er ist jedoch geräumig, so dass man besser die Größe vor dem Zuschnitt prüfen sollte.
Ich habe die Schnittkanten (vorn und Saum) mit einem schmalen Overlock-Stich versäubert, was mir recht gut gefällt und wenn ich diesen Schnitt noch einmal realisieren werde (ist in Planung) werde ich das wohl wieder so machen.
Den Stoff, ein silbergrauer Feinstrick aus 50% Baumwolle und 50% Leinen, habe ich im Stoffhaus am Kö in Kassel gekauft. Eine sehr schöne Qualität, die sich sehr gut trägt. Die linke Seite fällt dunkler aus, was sich bei entsprechender Drapierung der Jacke effektvoll einsetzen lässt:
... vielleicht so....
Ich liebe inzwischen diese Jacke und trage sie auch gern zur schwarzen Hose.
Ach, ja, nicht zu vergessen, die Kette... Sie ist etwas besser in diesem Post im ersten Bild oben links zu sehen.
Kleidung nähen - Patchwork und Quilts - Textile Experimente - Färben - Weben - Spinnen
Mittwoch, 7. September 2011
Samstag, 3. September 2011
Neues Leben für alte Kleider - Teil 4
Ausgangspunkt: ein löchriger Kaschmirpullover.
Als ich im WWW diese Anleitung (bitte anschauen, damit meine folgenden Erklärungen verständlich sind) gesehen habe, wusste ich, dass ich das ausprobieren muss! Abgängige Wollpullover lagen ja mehrere bei mir rum.
Ich habe aus den Rumpfteilen des Pullovers vier gleich breite Stücke geschnitten, die ich 2-3 cm an den Schmalseiten überlappend aneinander gelegt und dann mit einem elastischen Stich in Wellenlinien zusammengenäht habe. Den überstehenden Stoff habe ich bis dicht an die Nähte abgeschnitten. Das sieht dann so aus:
Für die Abbindungen habe ich eher kleinere, flachere Knöpfe verwendet ...
... und sie mit Gummifaden von der Rolle am Strick befestigt:
Dann habe ich das Teil in einen Wäschebeutel gesteckt und bei 40°C in der Waschmaschine gewaschen. Wenn die Abbindungs-Fäden und die Knöpfe entfernt sind, sieht der fertige Schal so aus:
Das Waschen in der Maschine lässt den Wollstrick filzen; dabei werden auch die Kanten soweit befestigt, dass nichts mehr aufribbeln kann.
Detail:
Zu langweilig?
Nun, dann kann man auch ein wenig Deko anbringen. Ich habe die Stoffreste von dieser Jacke herausgesucht, einige Motive (die ja auch gefilzt sind) ausgeschnitten und auf den unteren Enden des Schals angeordnet.
Nein, sie sind noch nicht aufgenäht, denn ich bin noch unschlüssig, ob mir das so gefällt. Vorschläge werden gern entgegengenommen...
Ein weiterer Schal in dieser Technik mit einer Design-Variante ist in Arbeit, ist aber nicht mehr rechtzeitig fertig geworden. Interessierte vertröste ich hiermit auf demnächst ...
Ein weiterer Schal in dieser Technik mit einer Design-Variante ist in Arbeit, ist aber nicht mehr rechtzeitig fertig geworden. Interessierte vertröste ich hiermit auf demnächst ...
Mittwoch, 31. August 2011
Me Made Mittwoch - Teil 10
Nach der für mich besonders langen Sommerpause versuche ich, wieder neu motiviert einzusteigen in den MeMadeMittwoch:
Zur (Kauf-) Jeans trage ich ein Oberteil aus einem feinmaschigen Leinenstrick, das nach dem Burdaschnitt 106 aus dem Januarheft von 2009 (01-2009-106) entstanden ist. Hier die technische Zeichnung:
Zur (Kauf-) Jeans trage ich ein Oberteil aus einem feinmaschigen Leinenstrick, das nach dem Burdaschnitt 106 aus dem Januarheft von 2009 (01-2009-106) entstanden ist. Hier die technische Zeichnung:
Die Ärmelrüsche habe ich in Zuschnitt und Verarbeitung leicht verändert - Ideen dazu habe ich mir hier geholt; außerdem habe ich die Ankräuselweite (was für ein Wort!) etwas reduziert - eine gute Entscheidung.
Mit dem Material - reines Leinen - bin ich sehr zufrieden - das Blümchenmuster ... na ja... Den Stoff habe ich übrigens während einer Berlin-Reise gekauft, in einem kleinen Geschäft, dessen Namen ich leider nicht mehr weiß (die Berlin-Kenner dürfen raten). Und: Reste konnte ich noch hier einsetzen.
Übrigens:
Neu auf meiner Seite ist eine Sammlung aller MMM-Posts, die man oben gleich unter dem Header anklicken kann.
Mittwoch, 24. August 2011
Hemden, Hemden, Hemden
Seit Jahren nähe ich alle Hemden für meinen Mann, worauf wir beide ein wenig stolz sind.
Ich habe im Laufe der Zeit einmal den Schnitt gewechselt, als der Wunsch nach einem etwas körpernäherem Modell geäußert wurde. Es waren aber immer Burdaschnitte aus Monatsheften.
Wenn ich einen geeigneten Hemdenstoff sehe, wird gekauft, denn ich brauche ja Material und irgendwann wird es schon vernäht. Ich bin auch immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Stoffen; gern verarbeite ich Leinen, besonders Bicolor-Leinen, wie es sie bei Florence gibt. Auch auf Reisen gekaufte Stoffe sind beliebt; da wird dann immer ein wenig Erinnerung mit eingenäht.
Beispiele von Hemden aus der letzten Zeit:
Dieses Hemd ist aus reinem Leinen, fast schwarz und mit feinen Nadelstreifen. Hier passen Perlmuttknöpfe (sowieso mein Favorit bei Knöpfen) sehr gut. Dieser Stoff war ein Glücksfall: nicht zu dick und nicht zu dünn, dicht gewebt aber nicht steif, sehr gut zu verarbeiten und die Trageeigenschaften sind hervorragend. Den Stoff vom Hersteller Schönderlein & Helm habe ich in Gießen bei "Stoffblüte" gekauft.
Last but not least ein Kurzarmhemd aus einem Bicolor-Leinen (Farbe: khaki/schwarz) von Anita Pavani. Auch hier wieder mit Perlmuttknöpfen.
Als "Zugabe" noch zwei Hemden in meinem Atelier bei burda.
Zwei Gedanken zur Verarbeitung:
Für die Brusttasche habe ich mir eine Bügelschablone aus Pappe angefertigt. Die zugeschnittene und versäuberte Tasche wird auf die linke Seite des Schnittteils gelegt; dann werden die Nahtzugaben um die Kanten der Schablone gebügelt. Da die Brusttasche unten spitz ist, kann ich auf diese Weise sicherstellen, dass die Tasche schön symmetrisch ist, auch wenn ich vielleicht nicht ganz akkurat zugeschnitten habe.
Der Kragen mit Steg ist sicherlich das schwierigste Teil beim Hemd. Ärgerlich, wenn alles gut gelungen ist, nur die vorderen Kanten des Kragenstegs zu wünschen übrig lassen. Ich habe im Netz eine alternative Methode gefunden, die ich inzwischen einmal ausprobiert habe. Ich bin begeistert! So klappt die Ansatznaht viel, viel besser. Bisher habe ich noch keine eigenen Fotos davon, werde aber beim nächsten Hemd welche machen und dann zu diesem Thema eine "Fortsetzung" schreiben.
Ich habe im Laufe der Zeit einmal den Schnitt gewechselt, als der Wunsch nach einem etwas körpernäherem Modell geäußert wurde. Es waren aber immer Burdaschnitte aus Monatsheften.
Wenn ich einen geeigneten Hemdenstoff sehe, wird gekauft, denn ich brauche ja Material und irgendwann wird es schon vernäht. Ich bin auch immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Stoffen; gern verarbeite ich Leinen, besonders Bicolor-Leinen, wie es sie bei Florence gibt. Auch auf Reisen gekaufte Stoffe sind beliebt; da wird dann immer ein wenig Erinnerung mit eingenäht.
Beispiele von Hemden aus der letzten Zeit:
Ein Hemd aus einem leichten Jeansstoff mit silberfarbenen Metallknöpfen. Zugegeben: ein unspektakuläres Material, aber Jeanshemden werden heiß geliebt und es müssen besser immer wenigstens zwei im Schrank sein.
Dieses Hemd ist aus einer terracottafarbenen Baumwolle in der Webart eines Gabardine. Der Stoff war von stoffe.de, die bräunlich-naturfarbenen Knöpfe sind zwar "nur" aus Kunststoff, aber fein braun-beige gemasert (auf dem Foto nicht gut zu erkennen), was ich hier sehr passend fand.
Last but not least ein Kurzarmhemd aus einem Bicolor-Leinen (Farbe: khaki/schwarz) von Anita Pavani. Auch hier wieder mit Perlmuttknöpfen.
Als "Zugabe" noch zwei Hemden in meinem Atelier bei burda.
Zwei Gedanken zur Verarbeitung:
Für die Brusttasche habe ich mir eine Bügelschablone aus Pappe angefertigt. Die zugeschnittene und versäuberte Tasche wird auf die linke Seite des Schnittteils gelegt; dann werden die Nahtzugaben um die Kanten der Schablone gebügelt. Da die Brusttasche unten spitz ist, kann ich auf diese Weise sicherstellen, dass die Tasche schön symmetrisch ist, auch wenn ich vielleicht nicht ganz akkurat zugeschnitten habe.
Der Kragen mit Steg ist sicherlich das schwierigste Teil beim Hemd. Ärgerlich, wenn alles gut gelungen ist, nur die vorderen Kanten des Kragenstegs zu wünschen übrig lassen. Ich habe im Netz eine alternative Methode gefunden, die ich inzwischen einmal ausprobiert habe. Ich bin begeistert! So klappt die Ansatznaht viel, viel besser. Bisher habe ich noch keine eigenen Fotos davon, werde aber beim nächsten Hemd welche machen und dann zu diesem Thema eine "Fortsetzung" schreiben.
Sonntag, 21. August 2011
Geretteter Rock
Detail-Foto vom geretteten Rock:
Der Rock war schon auf dem Weg in den Altkleidersack - da kam die rettende Idee!
Dieser Rock ist wirklich nur ein schlichtes, einfaches Modell aus einem naturfarbenen Baumwoll-Canvas, aber ich mag ihn einfach, habe ihn auch schon häufig getragen. Nun hat er auf dem Vorderteil einen kleinen Fleck (ich weiß, man sieht ihn auf dem Foto nicht, aber er ist da!), der bei der Wäsche nicht raus geht.
Die Idee: eine Applikation.
Wie gut, dass man immer Stoffreste im Hause hat! Ich habe diesen Cutwork-Stoff herausgesucht:
Aus diesem Stoff habe ich übrigens Gardinen - sieht klasse aus. Wer das nachmachen möchte, findet diese Stoffe hier bei Anita Pavani; Florence hatte sie auch einmal, nur im Moment nicht.
Ich habe Applikationsvlies auf die Rückseite des Stoffs gebügelt und das Motiv dann ausgeschnitten.
Ich habe die Schutzfolie abgezogen und das Motiv auf den Rock gelegt (dabei sichergestellt, dass der Fleck auch wirklich abgedeckt ist...) und aufgebügelt. Da ich gern die ausgefranste Optik des Cutworkstoffs erhalten wollte, habe ich das Motiv nur an den Rändern mit Handstichen unsichtbar festgenäht und hoffe, dass das hält, werde aber vorsichtshalber den Rock in Zukunft nur noch mit der Hand waschen.
Voilà:
Das Motiv im Detail: siehe oben.
Der Rock war schon auf dem Weg in den Altkleidersack - da kam die rettende Idee!
Dieser Rock ist wirklich nur ein schlichtes, einfaches Modell aus einem naturfarbenen Baumwoll-Canvas, aber ich mag ihn einfach, habe ihn auch schon häufig getragen. Nun hat er auf dem Vorderteil einen kleinen Fleck (ich weiß, man sieht ihn auf dem Foto nicht, aber er ist da!), der bei der Wäsche nicht raus geht.
Die Idee: eine Applikation.
Wie gut, dass man immer Stoffreste im Hause hat! Ich habe diesen Cutwork-Stoff herausgesucht:
Aus diesem Stoff habe ich übrigens Gardinen - sieht klasse aus. Wer das nachmachen möchte, findet diese Stoffe hier bei Anita Pavani; Florence hatte sie auch einmal, nur im Moment nicht.
Ich habe Applikationsvlies auf die Rückseite des Stoffs gebügelt und das Motiv dann ausgeschnitten.
Ich habe die Schutzfolie abgezogen und das Motiv auf den Rock gelegt (dabei sichergestellt, dass der Fleck auch wirklich abgedeckt ist...) und aufgebügelt. Da ich gern die ausgefranste Optik des Cutworkstoffs erhalten wollte, habe ich das Motiv nur an den Rändern mit Handstichen unsichtbar festgenäht und hoffe, dass das hält, werde aber vorsichtshalber den Rock in Zukunft nur noch mit der Hand waschen.
Voilà:
(Die Knitter beweisen, dass ich den Rock bereits wieder getragen habe.)
Das Motiv im Detail: siehe oben.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Kochen im Urlaub
Auch und gerade im Urlaub koche ich gerne, bekommt man doch in den mediterranen Ländern im Sommer Obst, Gemüse und Fisch in großer Vielfalt, bester Qualität und Frische.
Ich zeige hier gern einmal einige Gerichte, die ich im Urlaub gekocht habe, werde jedoch lediglich die Zutaten aufzählen und/oder ganz kurz auf die Zubereitungsweise eingehen. Mit etwas Phantasie - jener wichtigen Zutat, die nie fehlen sollte - mag daraus der/die Interessierte ein eigenes Gericht kreieren.
Bon Appétit!
Bohnen mit Aprikosen
grüne Bohnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Aprikosen, Roquefort.
Die Aprikosen separat in etwas Butter anbraten und zuletzt hinzufügen.
Gemüsepfanne
Kartoffeln, Zucchini, Möhren, Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl angehen lassen und mit Wein ablöschen, schmoren lassen, zuletzt etwas Ziegenkäse unterrühren und mit gehackter glatter Petersilie bestreuen (nicht so viel...)
Gefüllte Tomaten
von schönen, reifen Tomaten mittlerer Größe am Stilansatz einen schmalen Deckel abschneiden; Tomaten aushöhlen, dabei das Fruchtfleisch auffangen. Etwas Couscous zubereiten. Aus dem Couscous, gebratenen Zwiebeln, geraspelten und angebratenen Zucchini, dem kleingeschnittenen Tomatenfruchtfleisch (möglichst ohne Kerne) eine Farce bereiten und die Tomaten damit füllen. Schmoren und mit dem Rest Couscous servieren
Rosmarinkartoffeln
Kleine Kartoffeln im ganzen, einige ganze Schalotten, Knoblauch und einige Rosmarinzweige.
Übrigens: man kann auch sehr gut mit Rosé statt mit Weißwein ablöschen...
Auberginen-Sandwiches
Auberginen in ca. 1,5cm breite Scheiben schneiden, anbraten und jeweils zwei Scheiben mit etwas Ziegenkäse und gebratenen roten Zwiebeln und Tomatenstückchen zusammensetzen. Servieren, sobald der Käse anfängt zu schmelzen. Dazu Rosmarinkartoffeln.
Fisch (Dorade) mit gebratenen Zucchinischeiben oder Rosmarinkartoffeln
Frischfisch vom Markt, gewürzt und mit Kräutern im Bauch, in etwas Mehl gewälzt in einer Mischung von Butter und Olivenöl anbraten.
Filet vom Loup de Mer mit Zucchinifächer
Filet würzen und in etwas Mehl wälzen. In einer Butter-Olivenöl-Mischung anbraten. Die eingeschnittenen Zucchini fächern sich auf, sobald sie etwas weich werden.
Blattsalat mit Melone und Oliven
Blattsalat nach Wahl, Vinaigrette, Melonenwürfel (oder -kugeln), schwarze Oliven
Kartoffeln mit Paprika
wie Rosmarinkartoffeln zubereiten. Rote Paprika in größeren Stücken separat in Olivenöl anbraten und zuletzt hinzufügen. Glatte Petersilie und Basilikum.
Und - last but not least - das unverzichtbare
Ratatouille
Aubergine, Zucchini, Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter.
Sonntag, 17. Juli 2011
Neue (französische) Schneiderzeitschrift
Auf dem Zeitschriftenmarkt in Frankreich gibt es eine neue Scheiderzeitschift:
Ich hatte kürzlich die Gelegenheit, die ersten beiden Ausgaben zu kaufen. Das Heft enthält die Schnittmuster und Anleitungen für ca. 10 Modelle plus einige Accessoires.
Créations Couture.
Titelbild der ersten Ausgabe
Die Modelle sind eher schlicht und leicht zu nähen, zum Teil mit ganz netten Details. Selbst wenn man ein Modell nicht eins zu eins realisieren will, kann man die eine oder andere Idee aufgreifen.
Mir haben diese Modelle am besten gefallen:
Ein legeres Shirt, bei dem die untere Ärmelnaht offen ist und am Saum mit einem Bändchen geschlossen wird.
Ein dreiteiliges Ensemble aus Jersey, bestehend aus Top, schmalem, knielangen Rock, der hinten länger geschnitten ist und einer verschlusslosen Jacke, die vorn länger ist als hinten. Dazu wird ein gefilzter Gürtel kombiniert, für den es ebenfalls eine Anleitung im Heft gibt.
Mein Tipp für alle Frankreich-Reisenden Hobbyschneiderinnen!
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