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Dienstag, 26. Mai 2015

Etwas Kulinarisches: Spargeltarte

Im Blog Kleiner Kuriositätenladen gibt es viele interessante Rezepte zu entdecken. Am Wochenende habe ich die Spargeltarte nachgekocht bzw. nachgebacken.
Bei mir sieht sie so aus:


Das habe ich am Originalrezept verändert:


  • Ich habe eine Möhre (mehr für die Optik), in dünne Scheibchen geschnitten, und etwas Staudensellerie hinzugefügt. Der Sellerie ist aus meinem Garten und fällt nicht so aus, wie man Staudensellerie aus dem Handel kennt. Meiner ähnelt optisch eher großer glattblättriger Petersilie, ist winterhart und bereichert über die ganze Saison meine Küche.
  • Das auf der Pfanne gedünstete Gemüse habe ich mit einem Schuss Weißwein abgelöscht.
  • Im Teig ist etwas Salz.
  • Meine Soße beseht aus 150g Schmand (die "hessische Crème Fraîche"), 200g Ziegenkäse, 2 Eiern und dem Eiweiß, das vom Teig übrig war.
  • Bei den Gewürzen habe ich Muskat hinzugefügt.
  • Den Teig habe ich 15 Min. mit und 10 Min. ohne Beschwerung vorgebacken und ich denke, 15 Min. wären besser gewesen.
  • Backzeit mit Belag: 50 Min.
  • Bei mir hat alles in eine normale Tarteform hineingepasst.


Es hat uns geschmeckt!


Freitag, 19. April 2013

Grüne Soße

Unser kulinarischer Frühlingsbote ist die "Grüne Soße". Ein typisch hessisches Gericht; zuweilen wird sie auch "Frankfurter Grüne Soße" genannt. Von Goethe ist bekannt, dass er sie sehr gemocht haben soll. Grün wird sie durch verschiedene frische Kräuter, die fein gehackt in eine Mischung aus Schmand, Saurer Sahne und Mayonnaise gerührt werden. Im Originalrezept - falls es überhaupt so etwas gibt - werden sieben Kräuter verwendet: Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpinelle, Borretsch und Sauerampfer. Außerdem gehören noch hartgekochte Eier dazu.



Wie so oft, hat hier jeder seine Lieblingsmischung. Ich verwende folgende Zutaten für 3-4 Portionen:

  • 2 Becher Schmand
  • 1 Becher Saure Sahne
  • 3-4 EL Joghurt
  • ein paar Spritzer Zitronensaft
  • 1 EL weißer Essig
  • 1 TL Senf
  • Salz und Pfeffer
  • 6 hartgekochte Eier, in grobe Stücke geschnitten
  • viel Schnittlauch
  • viel Sauerampfer
  • nicht zu wenig Kresse
  • Pimpinelle, Borretsch, glatte Petersilie und Dill in kleineren Mengen
Zunächst die ersten sieben Zutaten zu einer homogenen Masse verrühren, dann die kleingeschnittenen Kräuter dazugeben und zuletzt die Eier hinzufügen. Salz und Pfeffer braucht man nur wenig, da die Kräuter viel Geschmack haben.

Wir essen zur Grünen Soße nur Salzkartoffeln, aber auch Pellkartoffeln passen gut. Häufig wird auch eine Scheibe gekochtes Rindfleisch, wie z.B. Tafelspitz, dazu gegessen - bei uns bleibt die "Grüne Soße" jedoch ganz vegetarisch.

Spannend ist bei der ersten Grünen Soße im Jahr, wie viele Kräuter aus eigener Ernte man beisteuern kann. Bei mir waren das diesmal nur Sauerampfer, Petersilie und Pimpinelle. Die Kresse, die man natürlich das ganze Jahr auf Watte gesät gut selbst kultivieren kann, hatte ich vergessen, rechtzeitig auszusäen und der Schnittlauch war noch recht kurz. Kerbel verwende ich nie, weil er nicht gemocht wird und der Borretsch muss auch noch wachsen. 
Bei uns gibt es in der Saison Packungen mit den Grüne-Soße-Kräutern zu kaufen - die Mischungen variieren und man kann die eigenen Vorlieben nicht berücksichtigen. Deshalb mische ich lieber selbst.

Viel Spaß beim Nachkochen und Bon Appétit.


Samstag, 9. Juni 2012

Holunderblüten-Gelée

Inspiriert von viel blühendem Holunder am Nachbarszaun und diesem Rezept sind zwei herrliche Gelees entstanden:



Ich habe nur die Mengen im Rezept halbiert, klassischen 1:1 Gelierzucker verwendet und eine Masse mit Orangen- und eine Masse mit naturtrübem Apfelsaft gekocht (beides: 100% Direktsaft, ohne Zuckerzusatz). Ganz wunderbar!
Später im Jahr, wenn die Holunderbeeren reif sind, kommt noch Holunder(beeren)gelee hinzu.

Dienstag, 13. September 2011

Lauchtarte mit Schwarzbier-Aroma

Heute ein Rezept eines Gerichts, das dieser Tage erstmalig gekocht und für gut befunden worden ist:


Die Idee stammt aus der französischen Kochzeitschrift "Cuisine et Vins de France" (siehe Koch-Links).

Als Boden habe ich fertigen TK-Blätterteig verwendet, habe alle sechs Platten übereinander gelegt und auf die Größe der Tarteform ausgewellt.
Für die Füllung habe ich 1-2 Lauchstangen in ca. 5mm breite Ringe und 1 Stange Staudensellerie (optional, hatte ich gerade im Haus), in feine Scheibchen geschnitten und beides in etwas Butter in einer Pfanne angehen lassen. Nun habe ich ein Glas Schwarzbier (bei mir war's Köstzitzer) dazu gegossen, etwas verdampfen lassen und dann mit Deckel das Gemüse weich (aber nicht zu weich) schmoren lassen. Würzen - aber wenig Salz, denn es kommt noch geräucherter Schinkenspeck dazu, der in der Regel salzig ist.
Nun also das fertige Gemüse aus der Pfanne nehmen, beiseite stellen und den in dünne Scheiben geschnittenen Schinkenspeck (so ca. 100g) in der noch heißen Pfanne ohne weitere Zugabe von Fett leicht anbraten. Dann die Scheiben auf einem Küchenpapier entfetten und in kleinere Stücke teilen. Jetzt schwenke ich das Gemüse noch einmal durch die Pfanne, damit das Schinkenaroma noch mit aufgenommen werden kann. Das Gemüse darf jetzt ein wenig abkühlen während ich den Guss zubereite.
Der Guss besteht aus 3 Eiern, 3 EL Crème Fraîche, ein wenig Salz und Pfeffer und ca. 2 EL feingehacke glatte Petersilie. Alles gut mischen.
Nun die Form fetten, den Teig einlegen, Gemüse und Speck darauf verteilen und die Eiermischung darüber gießen.
Bei 180°C in der Mitte des Backofens 30-40 Min. backen.
Dazu trinkt man natürlich ein Köstritzer.

Variante:
Wenn ich diese Tarte das nächste Mal zubereite, werde ich statt Blätterteig einen Mürbeteig machen, der auf jeden Fall vorgebacken werden muss, damit er nicht durchweicht.

Bon Appétit!

Mittwoch, 20. Juli 2011

Kochen im Urlaub

Auch und gerade im Urlaub koche ich gerne, bekommt man doch in den mediterranen Ländern im Sommer Obst, Gemüse und Fisch in großer Vielfalt, bester Qualität und Frische.
Ich zeige hier gern einmal einige Gerichte, die ich im Urlaub gekocht habe, werde jedoch lediglich die Zutaten aufzählen und/oder ganz kurz auf die Zubereitungsweise eingehen. Mit etwas Phantasie - jener wichtigen Zutat, die nie fehlen sollte - mag daraus der/die Interessierte ein eigenes Gericht kreieren.
Bon Appétit!

Bohnen mit Aprikosen



grüne Bohnen, Kartoffeln, Zwiebeln, Aprikosen, Roquefort.
Die Aprikosen separat in etwas Butter anbraten und zuletzt hinzufügen.


Gemüsepfanne





Kartoffeln, Zucchini, Möhren, Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl angehen lassen und mit Wein ablöschen, schmoren lassen, zuletzt etwas Ziegenkäse unterrühren und mit gehackter glatter Petersilie bestreuen (nicht so viel...)


Gefüllte Tomaten



von schönen, reifen Tomaten mittlerer Größe am Stilansatz einen schmalen Deckel abschneiden; Tomaten aushöhlen, dabei das Fruchtfleisch auffangen. Etwas Couscous zubereiten. Aus dem Couscous, gebratenen Zwiebeln, geraspelten und angebratenen Zucchini, dem kleingeschnittenen Tomatenfruchtfleisch (möglichst ohne Kerne) eine Farce bereiten und die Tomaten damit füllen. Schmoren und mit dem Rest Couscous servieren


Rosmarinkartoffeln



Kleine Kartoffeln im ganzen, einige ganze Schalotten, Knoblauch und einige Rosmarinzweige.
Übrigens: man kann auch sehr gut mit Rosé statt mit Weißwein ablöschen...



Auberginen-Sandwiches



Auberginen in ca. 1,5cm breite Scheiben schneiden, anbraten und jeweils zwei Scheiben mit etwas Ziegenkäse und gebratenen roten Zwiebeln und Tomatenstückchen zusammensetzen. Servieren, sobald der Käse anfängt zu schmelzen. Dazu Rosmarinkartoffeln.




Fisch (Dorade) mit gebratenen Zucchinischeiben oder Rosmarinkartoffeln





Frischfisch vom Markt, gewürzt und mit Kräutern im Bauch, in etwas Mehl gewälzt in einer Mischung von Butter und Olivenöl anbraten.


Filet vom Loup de Mer mit Zucchinifächer





Filet würzen und in etwas Mehl wälzen. In einer Butter-Olivenöl-Mischung anbraten. Die eingeschnittenen Zucchini fächern sich auf, sobald sie etwas weich werden.


Blattsalat mit Melone und Oliven



Blattsalat nach Wahl, Vinaigrette, Melonenwürfel (oder -kugeln), schwarze Oliven


Kartoffeln mit Paprika



wie Rosmarinkartoffeln zubereiten. Rote Paprika in größeren Stücken separat in Olivenöl anbraten und zuletzt hinzufügen. Glatte Petersilie und Basilikum.

Und - last but not least - das unverzichtbare


Ratatouille





Aubergine, Zucchini, Paprika, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter.









Dienstag, 3. Mai 2011

Provencalischer Gemüsekuchen



Dieses Rezept stammt aus dem Buch "Provence - Küche, Land und Leute" von Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer und wurde ein wenig von mir abgewandelt.

Zunächst der Belag; man muss ihn rechtzeitig zubereiten, denn das gedünstete Gemüse muss abkühlen bevor man es weiterverarbeitet.

Zutaten:

  • Möhren, Sellerieknolle, Lauch und Zucchini - Gewicht und Anteile nach Wunsch bzw. nach Vorliebe (im Originalrezept sind es je 200g für eine Springform)
  • 1 mittlere Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1-2 zerdrückte Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer
Gemüse putzen und raspeln, alles zusammen in heißem Olivenöl dünsten; würzen.
Beiseite stellen und gänzlich abkühlen lassen, damit sich die Crème Fraîche, die gleich hinzu kommt, nicht verflüssigt.

Im Originalrezept wird ein Mürbeteig verwendet, ich mache einen Hefeteig wie für Pizza. Dafür hat jeder wahrscheinlich ein eigenes Rezept; ich nehme für ein Blech 300g Mehl, 1 Tütchen Trockenhefe, 1 EL Zucker, 1/2 TL Salz und ca. 250ml lauwarmes Wasser.
Den Hefeteig zubereiten und gehen lassen, nochmals rühren und kneten, dann auswellen und auf ein vorbereitetes Backblech legen.

Das gedünstete Gemüse mit weiteren Zutaten vermischen:

  • 2-3 Eier
  • 1 Becher Crème Fraîche (mit den Eiern verquirlen)
  • ca. 150g geriebener Käse (Bergkäse, Comté, Gruyère...)
  • ca. 2 EL frische, fein gehackte glatte Petersilie
  • nochmals etwas Salz und Pfeffer
Nun den Belag auf dem Teig verteilen (evtl. noch etwas geriebenen Käse draufstreuen), nochmals im lauwarmen Backofen gehen lassen, dann die Temperatur auf 180° hochstellen und ca. 40 Min. backen bis der Belag leicht gebräunt ist.

Falls Reste bleiben, kann man den Gemüsekuchen auch kalt essen. Denkbar ist auch, den Kuchen in kleine Quadrate zu schneiden und als Fingerfood zu reichen. Dann würde ich den Belag nicht zu dick machen.

Bon Appétit

Fotos:

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