Schon vor geraumer Zeit habe ich ja mein Abo der burdastyle gekündigt. Nun schaue ich mir immer die Hefte im Handel an und entscheide, ob ich die aktuelle Ausgabe kaufen will oder nicht. Bei Heft 2 aus diesem Jahr fiel mir die Entscheidung leicht, denn die Bluse Nr. 117 hat mir sofort gefallen - allerdings ohne Bändchenverschluss.
Einen passenden Stoff hatte ich im Schrank: ein pflaumenfarbenes Feinleinen. Sogar wunderbar harmonierende Knöpfe waren da: Der Perlmutt schimmert leicht in der Farbe des Stoffs.
Den ersten großen Auftritt hatte die Bluse kürzlich als wir auf einer Reise in New York City Station gemacht haben. Der Anlass (für das Tragen der Bluse, nicht für die Reise - das war die Sonnenfinsternis) war ein vom Lincoln-Center ausgerichtetes Jazz-Konzert, das in einem der Säle des Deutsche Bank Centers am Columbus Circle (etwas scrollen bis "Jazz at Lincoln Centre") stattgefunden hat. Von dort aus hat man diesen Blick:
Ist das nicht eine tolle Kulisse im Hintergrund? Wenn die Bluse hier eine Chance haben will, wahrgenommen zu werden, muss man schon auf sie hinweisen. Die ganze Front hinter der Bühne ist aus Glas und erlaubt den Blick auf die 60th street, flankiert von den erleuchteten Fenstern der angrenzenden Hochhäuser. Das war ein WOW- Moment.
Aber nun zur Bluse. Ich finde den Schnitt prima. Leicht zu nähen (kein Kragen, keine Manschetten) und die Teilungsnähte erlauben evtl. nötige Passformkorrekturen. Parallel zum obersten Knopf habe ich innen einen Druckknopf angenäht. Wie oben zu sehen, habe ich die Nähte abgesteppt - bin ja ein Fan von Absteppungen.
Durch die Teilungsnähte vorn und hinten kann ich mir die Bluse auch in einer Art Colorblocking vorstellen oder, wie im Burdaheft gezeigt, einen gestreiften Stoff längs und quer verarbeitet.
Also hier ein ganz großes Lob auf diesen Schnitt.
Heute mache ich mal wieder beim Me Made Mittwoch mit - die Bluse ruft danach!