Montag, 21. Dezember 2015

Genähte Buch/Heft-Hülle: einfach, schnell und schön




Das Foto zeigt einen Teil eines Eco Prints auf Leinen, das ich für eine selbstgenähte Hefthülle verwendet habe. Sie ist so einfach und schnell gemacht, dass dies auch noch als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk zu realisieren ist.

  

Bei diesem Exemplar ziert der Blätterdruck die ganze Vorderseite des Covers. Die vordere schmale Kante in dunkelbraun (zum Schutz gegen vorzeitige Abgrabbel-Spuren) und die Rückseite ist ebenfalls aus Leinen.

  

Beim nächsten Exemplar habe ich wieder einen Eco Print auf Leinen verwendet; die einfarbigen Teile  sind hier aus schwarzem Leder. Blick ins Innenleben:

vorn

  
hinten mit geteiltem Extrafach für Notizen, Visitenkarten etc.

Die Anleitung habe ich hier gefunden. Dort bekommt man zusätzlich eine Anregung für ein gepatchtes Cover. Das Wichtigste ist die Basis-Anleitung:
  • Das Buch ausmessen: von Rand zu Rand und auch die Buchstärke mitzählen. Der Einsteckstreifen innen sollte meiner Meinung nach nicht schmaler als 8 cm sein.
  • NZG zum Versäubern der Einsteckstreifen einkalkulieren und 5 mm zugeben zum besseren Handhaben.
  • Die Höhe des Buchs messen und pro Seite 1 bis 1,5 cm NZG addieren. Auch hier ein paar Millimeter zugeben, damit sich nach dem Wenden das Heftcover noch problemlos einstecken lässt.
  • Alle Teile habe ich mit einer mittelstarken Vlieseline bebügelt, das Leder mit Vlieseline für Leder - unverzichtbar, da sie Verschieben und Ausdehnen verhindert.
  • Für die Zusammensetzung der Teile - es sind nur zwei - den Angaben im obigen Link folgen.
  • Man sollte gut messen - zwischendrin immer mal nachmessen - und leidlich akkurat nähen, dann kann nichts schiefgehen und man hat in kürzester Zeit ein schönes Cover für ein Buch, ein Notizheft, für eine Kladde.
  • Schön finde ich auch das eingearbeitete Lesebändchen - vielleicht auch zwei?
  • Denkbar ist auch, am Rand ein Gummiband einzuarbeiten, das das Buch sicher geschlossen hält, evtl. kombiniert mit einer Halterung für einen Stift: diese Gimmicks sind hier beschrieben.
  • Ich verwende gern die Hefte von Clairefontaine; sie machen einen soliden Eindruck, es gibt sie in nahezu allen Größen und Varianten und das Heftcover ist ausreichend stabil.
Solange man eine Chance hat, Buch, Heft oder Kladde rechtzeitig zu kaufen, sollte dieses Projekt bei jeder Hobbyschneiderin auf den letzten Drücker zu machen sein; ausreichend Stoffe und Reste hat man ja in der Regel. Viel Erfolg!

1 Kommentar:

  1. Ich kann mich gar nicht entscheiden, welche Hülle mir besser gefällt. Die mit dem dunklen Leder finde ich sehr gelungen, die ohne Leder besticht durch ihre Schlichtheit. Schwierig.
    Super Tipp für Spätweihnachtsnäherinnen. Vielen Dank für's Zeigen.

    LG, Astrid

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