Das von Ute vorgeschlagene Thema - English Paper Piecing - kam mir gerade recht; hatte ich doch ein solches Projekt schon vor Monaten angefangen. Jetzt hat es durch die Stoffspielereien einen ordentlichen Schubs in Richtung Fertigstellung bekommen. Fertig ist es allerdings noch nicht, Es ist eine umfangreiche und zeitintensive Arbeit und war als Langzeitprojekt geplant.
Ich nähe einen Einstein-Quilt. Das hat nichts mit dem bekanntes Physiker zu tun, sondern mir dem Umstand, dass mit nur einer Form ein lückenloses, sich nicht wiederholendes Muster gelegt werden kann. In einem Artikel in Scientific American vom April 2023 kann man Näheres darüber lesen. Von den Entdeckern wird die Form "Hut" genannt, mich erinnert sie eher an ein zipfeliges T-Shirt. Aber egal, obwohl ich zwei Vorlagen für einen Quilt gefunden habe (hier und hier), habe ich mir meinen Weg selbst ausgetüftelt. Ich habe die Form in vier halbe Sechsecke zerlegt, Schablonen zum Ausschneiden der Stoffstücke geschnitten und viele, viele Schablonen aus einem etwas festeren Papier. Die Schablone wird auf ein Stoffstück gelegt, die Nahtzugaben werden an der Papierkante nach links umgelegt und geheftet. Das habe ich ein einzelnen Sessions gemacht und gesammelt:
Einen kopierten Plan habe ich als Entwurf nach und nach "ausgemalt". Das sah irgendwann so aus:
Die Nummern vom Plan habe ich nach dem Annähen der Stücke auf die Nahtzugaben geschrieben - Das war überlebenswichtig! Ich hätte sonst nach einer Weile die Orientierung verloren. Einen Patch habe ich auch von außen sichtbar gekennzeichnet (Nummer 4).
Die Teile werden komplett mit der Hand zusammengenäht und wie man das macht, kann man z.B. hier (etwas scrollen) bei der Kollegin Kerstin sehen, die auf ihrem Blog eine genähte Penrose-Parkettierung zeigt.
Mein nun fast fertiges Top ist quadratisch und hat eine Kantenlänge von ca. 90cm. Je weiter ich mich der Fertigstellung genähert habe, desto heftiger habe ich darüber nachgedacht, wie ich am Rand enden will. Zunächst habe ich den Gedanken, Motive zu amputieren verworfen. Nun sehe ich aber doch keinen Weg daran vorbei, denn andere Lösungen waren für mich nicht praktikabel (Habt ihr eine?)
Aktuell sieht mein Quilt so aus:
Auf einem der schwarzen Motive oben links kann man die aufgestickte 4 erkennen, die mir als Orientierung dient. Die untere Kante ist gut halb fertig und rechts fehlt nicht mehr viel; die vier kleinen Aussparungen müssen noch mit Teilstücken gefüllt werden und oben rechts bin ich gleich an der Ecke. Links fehlt hingegen noch einiges für die Ecken. Aber ich bin jetzt guter Dinge und freue mich auf die Fertigstellung. Ich werde wohl ein unsichtbares Binding machen; nichts soll vom Motiv ablenken.
Wenn alles gut geht, kann ich zum nächsten Stoffspielerei-Termin am 28. Juni die Fertigstellung verkünden.
Nun möchte ich empfehlen bei Ute vorbeizuschauen; sie sammelt auf ihrem Blog die heutigen Beiträge. Außerdem zeigt sie viele Beispiele für English Paper Piecing. Das Juni-Thema lautet "Tierisches" und wird von Elvia auf ihrem Blog Zwisch-en-durch präsentiert.
Im Juli und August machen die Stoffspielereien eine Sommerpause. Ob sich ab September noch neue Mitmacherinnen finden?
Mach mit, trau dich! Die Stoffspielereien sind offen für alle Blogger:innen, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu auf deinem Blog.
Auf der Webseite der Stoffspielereien (Link) kann man sich über die zukünftigen und vorherigen Themen informieren.
Ein interessantes EPP-Projekt, das ich bisher noch nicht gesehen habe. Wahrscheinlich ist es es ein Tessellation-Quilt mit ineinandergreifenden Mustern als Merkmal, welche kreative Designs ergeben.
AntwortenLöschenDas Ausmalen hat mir beim La Passacaglia auch sehr geholfen, die Übersicht zu behalten. Gleichzeitig gibt das Ausmalen ein ein Gefühl der Zufriedenheit weil man was geschafft hat.
Die Ecke rechts unten zeigt doch schon einen nahezu begradigten Rand. Überstehende Formen fallen nach dem Schichten der Lagen ab.
LG Ute