Mittwoch, 16. November 2016

Me Made Mittwoch: blauer Cardigan

In meinem Post über neue Kleidungsstücke für den letzten Urlaub habe ich von einer Jerseyjacke gesprochen, ohne jedoch ein Foto davon zu zeigen. Das sei nun heute nachgeholt:

(Ein Klick auf's Foto vergrößert es.)

Diesen Schnitt - burdastyle 01-2011-126 - habe ich schon mehrfach genäht; vgl. dazu oben die Liste meiner Schnittbesprechungen. Der Stoff ist ein marineblauer Baumwolle/Elasthan-Jersey von Hemmers. Eigentlich wollte ich einen satt dunkelblauen Stoff, habe jedoch beim Betrachten des Stoffmusters nicht richtig aufgepasst und dann den falschen Farbton bestellt. Na gut.

Im Urlaub habe ich die Jacke auch häufig im Ferienhaus als Ersatz-Morgenmantel getragen. Eine gute Sache, solche Universal-Stücke im Urlaub. Vorgestern und gestern habe ich die obige Kombination getragen: zur Jacke eine selbstgenähte camelfarbene Jeans (hier anders kombiniert gezeigt) und eine selbstgenähte Bluse aus einem karierten Baumwollstoff, die ich hier vor fünf Jahren bei einem MMM gezeigt habe und die ebenfalls gut urlaubsgeeignet ist (Ja, ich hatte sie mit.), da der ganz leicht natur-knittrige Stoff einen Kofferaufenthalt nicht übelnimmt.

Nun noch die Verlinkung zum Me Made Mittwoch-Blog, wo selbstgenähte Kleidung an der Frau gezeigt werden kann. Vielen Dank an die Crew für das allwöchentliche Engagement.

Samstag, 5. November 2016

Auflösung der Preisfrage vom MMM

Beim letzten Me Made Mittwoch hatte ich aus einer spontanen Idee heraus die Frage gestellt, wo ich wohl im Urlaub gewesen bin. Neben den gezeigten Fotos habe ich noch ein paar Hinweise gegeben und als Gewinn einen meiner Eco Print-Schals ausgelobt.




Ich hatte sage und schreibe vier Antworten! Bei rund 350 Klicks an diesem Tag.
War die Frage zu schwer? Zu leicht? Zu blöd? Das Antworten zu zeitintensiv? Post nicht bis zu Ende gelesen? Das Ganze eine bescheuerte Idee?

Nun, von den vier Antworten waren zwei falsch und zwei richtig: Ich war auf Teneriffa.

Die beiden Teilnehmerinnen mit der richtigen Lösung erhalten zwar noch eine extra Mail von mir, aber hier möchte ich schon ankündigen, dass alle beide einen Eco Print-Schal bekommen werden!

Den beiden anderen und weiteren Interessenten kann ich schon einmal ankündigen, dass es demnächst hier auf dem Blog wieder einen Flohmarkt geben wird, bei dem ich auch den einen oder anderen Eco Print anbieten werde - ich habe einfach mehr, als ich vernünftigerweise behalten sollte. Vielleicht ist ja etwas dabei, was sich als Weihnachtsgeschenk eignet ...

Schönes Wochenende!


Mittwoch, 2. November 2016

Me Made Mittwoch: Urlaubsbekleidung

Welche Hobbyschneiderin kennt das nicht: für eine anstehende Reise wird neue Kleidung genäht. Manchmal auch auf den letzten Drücker, genannt "Paniknähen". Vor meiner gerade zu Ende gegangenen Reise hat aber alles zeitlich gut geklappt, denn die geplanten Kleidungsstücke waren rechtzeitig fertig. Als da waren: eine Wanderhose, ein Maxirock und eine Jerseyjacke.

Wanderhose

Ich wollte keine fertige Wanderhose kaufen, da diese in der Regel aus Synthetik besteht und das bei mir, vor allem in der Kombination mit Schweiß, Irritationen der Haut auslöst. Für meine Hose habe ich einen mittleren Baumwoll-Popeline mit kleinstem Elasthananteil verwendet, ursprünglich mal gekauft als Stoff für ein Herrenhemd, da ich genau diese Farbe gesucht hatte. Für ein Hemd war der Stoff dann doch zu fest und deshalb nicht zu gebrauchen; so bin ich zu dieser roten Hose gekommen, für die das Material perfekt war.
Auf der Suche nach einem verschlusslosen Hosenschnitt, eine sog. Schlupfhose, bin ich bei burdastyle 05-2011-Mod. 118 hängengeblieben. Das Originalmodell sieht einen Bund aus Rippenstrick vor. Ich habe jedoch einen normalen Bund angenäht, der im hinteren Teil einen Gummizug hat. Das hat gut funktioniert: passt, wackelt und hat Luft. Ein paar Kleinigkeiten lassen sich noch verbessern; das werde ich bei einem zweiten Modell, das sinnvoll wäre zu nähen, berücksichtigen.



Maxirock

Nachdem ich den einen oder anderen Maxirock hier bei den Näh-Kolleginnen gesehen hatte, wollte ich auch gern einen haben und für den Urlaub war das eine gute Idee.
Der Stoff ist vom holländischen Stoffmarkt und die Materialangabe - Viskose mit Synthetik - vage. Da der Stoff leicht durchscheinend ist und sowieso gefüttert werden musste, war das ok. Als Futter habe ich einen dünnen, naturweißen Baumwollbatist verwendet, damit die kleine Stickerei auf dem Stoff besser sichtbar wird.
Der Schnitt ist wieder aus einem Burdaheft: 07-2006-Mod. 119. Ja, zehn Jahre alt, das kommt bei mir öfters vor.
Der Rock hat vorn ein einseitiges, angeschnittenes Godet und eine Saumrüsche mit Köpfchen.
Ob ich mich wohl im nächsten Sommer "trauen" werde, diesen Rock auch hierzulande zu tragen, oder ob er ein Urlaubsrock bleiben wird?




Hier noch Fotos vom Stoff und der Schnitt:

 


Jerseyjacke

Sorry, davon habe ich leider kein Foto. Ein Urlaubsfoto kann ich zwar nicht mehr nachholen, aber die Jacke ist auch in dieser Jahreszeit in Deutschland gut tragbar; deshalb wird sie demnächst wohl hier auftauchen, wahrscheinlich bei einem Me Made Mittwoch, wo heute und wöchentlich selbstgefertigte Kleidung gezeigt und verlinkt wird.


Wo ich gewesen bin?
Ja, das habe ich garnicht erwähnt. Dann lasse ich euch mal raten!
Noch ein paar Hinweise: Mein Urlaubsziel liegt in Europa, obwohl ein Blick auf die Landkarte das nicht unbedingt verrät. Ein ideales Reiseziel das ganze Jahr über, hat doch der kälteste Monat eine zweistellige Durchschnittstemperatur. Man kann im Meer baden und wunderbar wandern und wenn man auf den höchsten Berg steigt (mit Hilfe einer Seilbahn möglich, aber auch ohne), erreicht man über 3700m. Die Region ist auch ein interessantes Ziel für Sternegucker und natürlich für Geologen.
Wer es weiß, wo ich gewesen bin, schreibt mir eine Mail - die Adresse ist im Profil. Unter den richtigen Antworten verlose ich im Laufe des Samstags einen meiner Eco Print-Schals.
Viel Glück!


Mittwoch, 28. September 2016

Me Made Mittwoch: Nochmals der Radfahrrock

Beim gestrigen Blick in den Spiegel dachte ich: Mach' ich doch ein Foto für den Me Made Mittwoch!

  


Ich habe wieder den Radfahrrock getragen,  hier erstmalig gezeigt. Inzwischen habe ich ihn häufig beim Radfahren getragen und bin sehr zufrieden. Daraufhin habe ich noch zwei andere Sommerröcke (diesen und diesen, jeweils erstes Foto) auf ihre Fahrradtauglichkeit geprüft - und: Prüfung bestanden. Wieso bin ich nicht schon früher darauf gekommen?

Auf den heutigen Foto trage ich ein weiteres Oberteil, das ich passend zum Rock ausgesucht und genäht habe. Den türkisfarbenen Baumwolljersey hatte ich beim letzten holländischen Stoffmarkt gekauft. Nach dem Vorwaschen fiel mir dann auf, dass der Stoff da einen hellen Streifen hat, wo er auf dem Ballen im Stoffbruch lag. Blöd. Die Stoffmenge war begrenzt, so dass ich auch diese Partie verwenden musste, um ein Shirt nähen zu können. Dann die Idee: Ich lege die Ärmelschnittmuster so auf, dass der helle Streifen genau in der Mitte des Ärmels verläuft.  Dann habe ich den hellen Streifen knapp (wie bei einer Biese) so abgenäht, dass es aussieht, als ob der Ärmel eine Art Raglannaht hätte. Puh, Projekt gerettet!

  


Über dem Shirt habe ich noch die kurze braune Jersey-Wickeljacke getragen, hier zu zwei verschiedenen Sommerkleidern kombiniert. Sie passt auch prima zu diesem Rock.

Ein Foto vom Innenleben des Rocks möchte ich noch zeigen. Innen am Bund habe ich ein Stück der Webkante verwendet und so das verwendete Material "verewigt".


Mittwoch, 21. September 2016

Am Me Made Mittwoch: Blogpause beendet

Nach längerer Blogpause - das waren tatsächlich rund zwei Monate - melde ich mich wieder zum heutigen Me Made Mittwoch, an dem Hobbyschneiderinnen und -schneider ihre selbstgefertigte Kleidung zeigen und verlinken können - heute hier.

Während der letzten Wochen hatte ich keine rechte Lust zu bloggen und da das für mich ein zwang- und verpflichtungsfreies Terrain ist, gab es eine Zeitlang hier nichts zu lesen. Jetzt habe ich wieder Spaß daran.

Gestern hatte ich die Zeit, einige Stunden im Nähzimmer zu werkeln. Dabei habe ich die Hose getragen, deren Entstehung ich hier und hier dokumentiert habe. Über die Fertigstellung habe ich dann nichts mehr gepostet, was sich mit der Blogpause und dem Umstand begründet, dass ich mit dem Ergebnis nicht recht zufrieden war. Inzwischen hat sich das etwas geändert.



Die Hose hat sich beim Tragen steif angefühlt, was wohl auf den weniger hochwertigen, sprich billigen, Stoff zurückzuführen ist. Letztlich ist es schon meistens so, dass billig und gut nicht oft zusammengehen. Und wenn, dann war das Material nicht billig sondern preiswert. Ich habe den gleichen Schnitt verwendet wie für meine weiße Jeans, die ich für gut gelungen halte und auch gern trage, aber bei diesem Modell stand der Bund in der hinteren Mitte ab, als hätte ich keine Hohlkreuzanpassung gemacht. Inzwischen habe ich die Hose offenbar ein wenig "eingetragen", denn der Stoff fühlt sich jetzt weicher an und der Bund sitzt besser.



Gut so, denn Farbe und Muster der Hose gefallen mir eigentlich gut; das war ja auch der Grund für den Kauf des Stoffes. Ein dunkelblaues Oberteil passt meiner Meinung nach am besten dazu: Mein  selbstgenähtes Kurzarm-Shirt (im verlinkten Post über die weiße Jeans zu sehen) oder auch ein gekauftes Longsleeve, wie gestern. Am kühleren Morgen habe ich noch mein selbstgestricktes Tuch Nymphalidea dazu getragen.



Oh, schon so spät - muss noch rasch was einkaufen. Werfe diese Jacke über:


Beim Verlinken bemerke ich, dass diese Jacke inzwischen drei Jahr alt ist. Ich habe sie in dieser Zeit häufig getragen, was man ihr ansieht. Ich sollte eine neue nähen ...

Ist das Label auf dem Hosenbund aufgefallen? Hier nochmals näher:


Dafür habe ich mein Namensetikett auf ein passend zurechtgeschnittenes Stück der Stoff-Webkante genäht und dies auf ein Stück dunkelblaues Wildleder.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Me Made Mittwoch: Der Radfahrrock

Die knapp 10km Radfahrstrecke zu meinem Arbeitsplatz habe ich bisher immer mit einer Hose bekleidet zurückgelegt. Denn keiner meiner Röcke oder Kleider schien mir geeignet, um damit Rad zu fahren. Dieser Tage fiel mir nun ein Stoff aus meinem Schrank in die Finger, der geeignet sein sollte, um daraus einen fahrradtauglichenen Rock zu nähen. Es ist ein feiner, leichter Baumwollpopeline, den ich bei meinem vorletzten Berlinbesuch am Maybachufer gekauft hatte und der tatsächlich eine ganze Weile unverarbeitet im Schrank lag. Der verwendete Schnitt ist ausreichend weit und der Stoff ausreichend stabil, um sich nicht vom Sitzen auf dem Sattel zu verformen. Das war nämlich bislang meine Horrorvorstellung - wie hässlich das aussehen würde!
Ich habe einen bewährten Schnitt verwendet: burdastyle 02-2014-103; bereits einmal realisiert; hier kann man das Ergebnis betrachten.
Zu diesem neuen Rock hatte ich nun keinerlei passendes Oberteil. Glücklicherweise habe ich schnell bei Pavani zwei blusengeeignete Stoffe gefunden, so dass ich heute folgende zwei Ensembles zeigen kann:



Der Schnitt der Bluse vom linken Foto (burdastyle 05-2012-105) war ebenfalls erprobt, also war ein schneller Erfolg sicher. Für das dunkelbraune Oberteil rechts habe ich einen neuen Schnitt aus der Fashion Style 07-2015-Nr. 28 verwendet. Der eigentlich ärmellosen Bluse habe ich die kurzen Ärmel meiner "Pam-Bluse" angeflanscht. Bei unserem momentan zurückhaltendem Sommerwetter sind kurze Ärmel wahrscheinlich angebrachter als ärmellos. Jetzt bin ich schon mal ganz gut gerüstet für ein paar Fahrradfahrten. Gestern habe ich die zweite Kombi getragen, bin jedoch, das muss ich hier gestehen, nicht damit radgefahren (war an den Tag halt grad nicht dran ...). Dieser Praxistest steht also noch aus.
Was ich jedoch schon probiert habe, ist, die erste Bluse zur weißen Jeans zu kombinieren. Das gefällt mir gut! Davon habe ich jedoch im Moment noch kein Foto.

Dies und mehr zu den verwendeten Schnitten und Stoffen folgt.

Oops - habe vergessen, diesen Post mit dem MMM zu verlinken (jetzt aber). Danke fürs Erinnern.


Mittwoch, 6. Juli 2016

Me Made Mittwoch: Die weiße Jeans

Zum heutigen Me Made Mittwoch wage ich einen Blick voraus, denn ich möchte das zeigen, was ich höchstwahrscheinlich morgen tragen werde.

 
(anklicken=vergrößern)

Je nach Wetter- oder Stimmungslage, wird es eins von den gezeigten Oberteilen werden: die Blusen links und Mitte sind dem Schnitt "Pam" ( La Maison Victor 1/2016) nachempfunden. Das Original war mir zu weit, so dass ich die Schnittidee auf einen vorhandenen Blusenschnitt übertragen habe. Rechts ein einfaches dunkelblaues Shirt nach Ottobre 2/2011-1, über dem ich, wenn's kühler wird eine gekaufte Jeansjacke tragen werde.
Aber es geht mir eigentlich um die weiße Jeans, die ich kürzlich genäht habe (Schnitt: burdastyle 04-2010-120). Auslöser war eigentlich die Bluse oben links, deren Pünktchenmuster so aussieht:


Das passt wirklich nur zu weiß.
Die Sorge, dass eine weiße Hose viel schneller schmutzt als ich sie wechseln kann (Alptraum: unterwegs ein Fleck und ich kann mich nicht umziehen), war bisher glücklicherweise unbegründet. Aber sicherheitshalber habe ich alle Nähte mit Baumwollgarn genäht, so dass ich die Jeans einfärben kann, sollte einmal ein nicht entfernbarer Fleck passieren.
Im mittleren Bild trage ich eine "Pam" aus einem Seidenstoff, der mich beim Nähen ziemlich hat schwitzen lassen, denn der Stoff war wirklich schwierig zu verarbeiten. Obwohl bisher nur kurz getragen, merke ich, wie toll sich der Stoff auf der Haut anfühlt - Seide eben.



Das Ottobre-Shirt hat seine Besonderheit hinten:



Im Original ist der V-Ausschnitt noch ausgeprägter.

Zurück zur Jeans, deren Passform ich zur näheren Begutachtung freigeben möchte:

 

Den sog. "Katzenbart" müsste ich noch versuchen anzugehen, aber sonst bin ich recht zufrieden, vor allem ist das Tragegefühl sehr gut.

Momentan ist ja das Nähen von Hosen einer meiner Schwerpunkte; deshalb nehme ich auch am Jeans Sew Along bei Marina vom Blog metterlink.de teil. Von mir gibt es bis jetzt zwei Posts dazu: hier und hier. Und es wird noch mehr folgen, da der Sew Along noch nicht beendet ist.

Happy MMM!